Einen „Corona“ in der Garage. Brand-Laaben: Martin Schweiger besitzt einen Toyota Corona, Baujahr 1972.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 01. August 2020 (03:15)
Der Laabener Martin Schweiger mit einem seltenen Oldtimer, einem Toyota Corona.
Stoiser

Der Toyota Corona ist in Zeiten der Covid-19-Pandemie ein Auto mit einem etwas unglücklichen Namen. „Corona“ heißt auf Spanisch „Krone“. Der Toyota Corona kam 1957 erstmals in Japan auf den Markt und war 40 Jahre lang erfolgreich, bis im Januar 1996 die Produktion endgültig auslief. Zu Beginn galt das Fahrzeug als Flaggschiff der Produktpalette des Konzerns, später wurden unter dieser Bezeichnung nur noch Mittelklassemodelle hergestellt. 1971 gehörte der Corona neben dem Corolla und dem Celica zu den Modellen, mit denen Toyota auf dem deutschen Markt startete.

Auch wenn der Toyota Corona nichts mit dem Virus zu tun hat, bekommt der Name aktuell eine etwas andere Bedeutung. Das dachte sich auch der Laabener Martin Schweiger, der einen Toyota Corona MK II 1900 De Luxe, Baujahr 1972 besitzt. Von dieser Luxusklasse gab es in der Österreich nur sehr wenige. Das gute Stück stand jahrelang ungenützt in einer Garage, bis Martin Schweiger diesen seltenen Oldtimer erwarb. Mit dem Virus rückt der Corona namentlich wieder in den Fokus. Da der Corona garagengepflegt war, musste er nicht renoviert werden. „Man steigt ein, startet und er läuft wie ein Neuer“, freut sich Martin Schweiger.

Der Hobbytischler und Motorsportfan besitzt auch einen restaurierten Oldtimer-Steyr-Traktor – den sogenannten 15er-Steyr. Auch drei Oldtimer Mopeds und ein altes Motorrad nennt er sein Eigen – hier muss jedoch noch Hand angelegt werden. Als Mitglied des Laabental-Racing-Teams trifft man ihn auch immer wieder auf Rennstrecken, wie etwa beim legendären Traktorrennen in Reingers oder beim 24-Stunden-Rennen „Limberg – Monte Carlo – Limberg“. Oldtimertreffen sind für Schweiger auch Ehrensache – so ist er auch Mitorganisator des bekannten Oldtimertreffens beim Gasthaus „Zur Luft“ in Stössing.