Altlengbacher Feuerwehr feiert 140 Jahre. Die Altlengbacher Feuerwehr wollte am Sonntag groß feiern. Kommandant Josef Zinner hofft, dass eine Verschiebung in den Herbst möglich ist.

Von Ernst Klement. Erstellt am 17. Mai 2020 (03:48)
Josef Zinner hat sich sein letztes Jahr als Kommandant anders vorgestellt.
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„Die Feuerwehr Altlengbach hat in ihren 140 Jahren schon vieles erlebt, aber eine Pandemie noch nicht. Das zeigt, in welch außergewöhnlichen Zeiten wir derzeit leben“, so Kommandant Josef Zinner. Durch das Coronavirus ist auch die Jubiläumsveranstaltung der Wehr hinfällig. Am kommenden Sonntag wäre Altlengbach ganz im Zeichen der 140-Jahr-Feier gestanden. Mit einem historischen Umzug durch den Ort hätte man diese 140 Jahre Revue passieren lassen.

Am 20. Mai 1880 wurde die Freiwillige Feuerwehr Altlengbach gegründet. Seither steht sie den Altlengbachern bei Katastrophen aller Art zur Seite. Die erste Saug- und Druckpumpe wurde zum Preis von 800 Gulden angekauft. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wurde die Wehr moderner. Heute ist sie mit dem neuen Feuerwehrhaus, das 2004 bezogen wurde, und dem neuen HLF 4 mit modernster Ausstattung, das 2019 den Dienst aufgenommen hat, bestens gerüstet.

Die Kameraden waren nicht nur bei Bränden gefordert, sondern die FF Altlengbach hat in diesen 140 Jahren zwei Weltkriegen und vielen Naturkatastrophen getrotzt. Durch die Nähe zur A 1 und A 21 kommen heute viele gefährliche Autobahneinsätze dazu.

Mitgliederzahl auf Höchststand

Mit 110 Feuerwehrmännern ist die Belegschaft auf einem Höchststand. „Ich möchte mich besonders bei der Bevölkerung bedanken, die immer hinter der Feuerwehr stand. Wir geben diesen Dank mit Höchstleistungen bei diversen Einsätze zurück“, so Zinner. Seit 2019 werden auch Mädchen bei der Jugendfeuerwehr aufgenommen. Aktuell kommt zu Corona noch die große Trockenheit dazu. „Wir haben heuer bereits viele kleine Waldbrände gelöscht“, bittet Zinner die Bevölkerung, keine Zigaretten unachtsam wegzuwerfen oder Feuerwerke zu entzünden.

Zum Jubiläum wären auch die Partnerfeuerwehren aus Deutschland und Slowenien angereist. „Doch die geschlossenen Grenzen hätten auch dies verhindert“, so Zinner. Auch der traditionelle Feuerwehrheurige Ende August steht vor der Absage. „Ich hätte mir das letzte Jahr als Kommandant anders vorgestellt“, meint der FF-Chef, der noch Hoffnung hat, die Jubiläumsfeier vielleicht im September durchzuführen.