Neulengbach: Als „Engel“ in der Reichelgasse unterwegs. Elfriede Zöchling kümmert sich um alle Anliegen, die Bewohner sind ihr dankbar.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 04. März 2021 (03:34)
Elfriede Zöchling ist der „gute Geist“ im Betreuten Wohnen in Neulengbach.
Monika Dietl

„Engel des Hauses“ oder „Mutter Teresa“ wird Elfriede Zöchling von ihren Nachbarn genannt. Sie wohnt mit ihrem Mann, Altbürgermeister Josef Mayer (97), im Betreuten Wohnen in der Reichelgasse und ist immer zur Stelle, wenn es etwas zu tun gibt. „Sie kümmert sich einfach um alles. Jeder, der ein Problem hat, kann zu ihr kommen“, sagt etwa Margarete Schröder anerkennend.

So bringt Elfriede Zöchling zum Beispiel anderen Mietern das Essen, das vom Gasthaus Köcher angeliefert wird, bis zur Wohnungstür. Beim Hauseingang hat sie Desinfektionsmittel und ein Schild mit der Bitte, Mund-Nasen-Schutz im Haus zu tragen, aufgestellt.

„Ich versuche, jedem zu helfen. Das ist für mich selbstverständlich.“ Elfriede Zöchling

Die Neulengbacherin hat sich auch dafür eingesetzt, dass ein zusätzliches Geländer bei einer kleinen Stiege errichtet wird. Und nachdem mehrmals in der Wohnhausanlage eingebrochen wurde, hat sie auch für eine Videoüberwachung gesorgt. Auch wenn es Unklarheiten bei Abrechnungen gibt, ist sie eine Ansprechpartnerin für die Hausbewohner.

Warum tut sie das alles? „Das ist für mich nichts Besonderes, das ist selbstverständlich. Ich mache das gern“, sagt Elfriede Zöchling gegenüber der NÖN. Sie ist froh, dass sie mit ihren 81 Jahren noch so mobil ist und anderen helfen kann: „Solange ich selbst gehen kann, mache ich das alles gern. Ich versuche, jedem zu helfen, ich bin mit allen Bewohnern gut, bei mir gibt es keine Tratschereien.“

Elfriede Zöchling wünscht sich nur eines: „Gesund bleiben möchte ich, das ist alles.“

Und sie freut sich, dass ihre Nachbarn ihren Einsatz schätzen. Als kleines Dankeschön bekommt sie manchmal Blumen oder Süßes. Vor Kurzem wurde sie mit Gutscheinen beschenkt.