Geständnis nach Verfolgungsjagd über 100 Kilometer. Kirchstettner (19) raste unter Drogen, ohne Führerschein und mit nicht zugelassenem Auto des Freundes (21) der Polizei davon und beschädigte deren Dienstwägen. Vor Gericht zeigte er Reue.

Von Beate Riedl. Update am 25. Oktober 2020 (09:09)
Symbolbild
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Von der Westautobahn über Pressbaum, zurück nach Asperhofen und Neulengbach nach St. Pölten lieferte sich im August ein Kirchstettner mit der Polizei eine Verfolgungsjagd.

Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwere Körperverletzung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit, schwere Sachbeschädigung, Waffenbesitz und Vergehen nach dem Notzeichengesetz wurden ihm und seinem Freund aus St. Pölten (21), der wesentlich an der Aktion beteiligt gewesen sein soll, nun bei der Verhandlung am Landesgericht St. Pölten zur Last gelegt. „Wie in einem Film“ beschrieb der Richter die Aktion, die mit einer Festnahme in St. Pölten ihr Ende nahm.

Zu den Vorwürfen zeigten sich die beiden jungen Männer geständig und versprachen Besserung.

Der Kirchstettner wurde zu einer einjährigen bedingten Freiheitsstrafe samt Bewährungshilfe verurteilt. Für den St. Pöltner, er hat schon mehrere Vorstrafen, setzte es eine teilbedingte Strafe, von den 15 verhängten Monaten sind fünf Monate unbedingt. Ihm wurde die Möglichkeit einer Fußfessel in Aussicht gestellt.

Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab,  nicht rechtskräftig.

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