Neue Ära in Musikschule. Regionalmusikschule Böheimkirchen-Kasten-Kirchstetten: Matthias Schwetz übernimmt von Reinhard Goldgruber, der 27 Jahre Takt angab.

Von Michael Fusko und Renate Hinterndorfer. Erstellt am 03. April 2021 (03:40)
Reinhard Goldgruber, Matthias Schwetz und Verbandsobmann Johann Hell. Fotoautor: Regionalmusikschule Böheimkirchen
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Die Regionalmusikschule Böheimkirchen-Kasten-Kirchstetten hat einen neuen Leiter: Matthias Schwetz übernimmt mit April das Amt von Reinhard Goldgruber. Der Kirchstettener hat die Musikschule 27 Jahre geleitet.

Reinhard Goldgruber konnte coronabedingt keine Abschiedsfeier veranstalten, diese soll aber nachgeholt werden.

Kollegen, Ausstattung und die gute Organisation müssen sich im niederösterreichischen Vergleich nicht verstecken.“ Matthias Schwetz, neuer Musikschulleiter

Der Kirchstettener Bürgermeister Josef Friedl bedankte sich für die langjährige gute Zusammenarbeit und möchte die offizielle Verabschiedung in den Ruhestand zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Nach einem externen Hearing hat der Verbandsvorstand Matthias Schwetz zum neuen Leiter bestellt. Viel Erfolg für diese Aufgabe wünscht Obmann Johann Hell und „Reinhard Goldgruber viel Gesundheit in seiner Pension“.

Schwetz unterrichtet seit 2007 in Böheimkirchen neben Trompete und Flügelhorn auch das Jugendblasorchester. Die Direktion übernimmt er in einer herausfordernden Zeit, die viel Flexibilität verlangt. „Wir müssen die aktuelle Situation schaukeln und schnell auf das reagieren, was möglich ist. Für Schnuppertage und Klassenabende überlegen wir neue Formate etwa im Freien. Die Suche nach geeigneten Orten in den Gemeinden läuft schon“, plant Schwetz für die Zukunft.

Großes Lob zollt Schwetz seinem Vorgänger, der ihn in den letzten Monaten in die kommenden Aufgaben eingeführt hat. „Ich habe von Reinhard Goldgruber sehr viel gelernt und übernehme eine Musikschule, die sehr gut da steht. Kollegen, Ausstattung und die gute Organisation müssen sich im niederösterreichischen Vergleich nicht verstecken“, so Schwetz.

Besonders wichtig ist für den neuen Direktor die soziale Komponente. Gerade in Zeiten zunehmender Depressionen bei Kindern habe die Musikschule die Möglichkeit gegenzusteuern und im direkten Kontakt ein positives Lebensgefühl zu vermitteln. „Neben allen Ansprüchen an den Lernerfolg soll der Spaß im Vordergrund stehen. Wir wollen den Kindern eine Perspektive geben“, meint Schwetz.