Ärger um Pferdemist: Reiter widersprechen. Nach Kritik von Landwirt in Brand-Laaben nimmt Herbert Binder seine Reiter in Schutz. Diese wären bereit für Wegnutzung zu bezahlen.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 22. November 2020 (03:02)
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Ein Landwirt kritisierte Reiter, die sich während ihren Ausritten nicht an die gekennzeichneten Reitverbote halten würden und den Mist ihrer Pferde auf den Futterwiesen liegen lassen.

Nun meldete sich Herbert Binder, selbst Landwirt und Pferdehofbesitzer, bei der NÖN zu Wort: Er weist seine Reiter stets darauf hin, sich diszipliniert zu verhalten. Das bedeute, dass Pferdekot entfernt werden muss und dass Wiesen von Reitern generell nicht begangen werden dürfen. Binder achte auch darauf, dass bei matschigen Verhältnissen Wege gemieden werden, auf denen nachhaltige Schäden entstehen können. „Personen, die sich nicht daran halten, müssen den Reitbetrieb wieder verlassen“, sagt Binder.

Man habe vergebens Gespräche mit den Landwirten gesucht: „Reiter wären auch gewillt, Gebühren zu entrichten für die Benutzung von Wegen, die ja seit Jahrzehnten vorhanden sind und bisher genutzt wurden und deren Nutzung plötzlich aus reiner Willkür untersagt wird.“ In den vergangenen Jahrzehnten habe es ein Interesse gegeben, Pferdehöfe in der Gemeinde anzusiedeln. Wanderwege und Radfahrstrecken wurden ausgebaut, doch dann folgte ein „Schilderwald“, der nun Reit-, Rad- und Hundeverbote kennzeichnet, kritisiert der Pferdehofbesitzer. Da immer mehr Gruppen in der Natur Erholung suchen, käme es zu Konflikten. „Eine Reiterin, die nach mehr als zehn Jahren wieder die Gegend besuchte, war entsetzt über die Feindseligkeit der Bauern. Das frühere Miteinander vermisst sie sehr“, meint Binder.