Großer Andrang am Schöpfl. Das warme Wetter trieb am Wochenende viele Wanderfreunde auf den Schöpfl. Wirtin Hellmuth-Rohrböck durfte die Gäste aber „nur“ mit einem „Essen to go“ begrüßen.

Von Ernst Klement. Erstellt am 05. April 2021 (15:18)
Die Familie Filon wanderte zu Ostern zur „Schöpflhütte“. Die Kinder freuten sich über eine Schnitzelsemmel für den Weg.
Ernst Klement

 Mit seinen 893 Metern ist der Schöpfl nicht nur der höchste Berg des Wienerwaldes, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Zu Ostern nutzten viele Wanderfreunde das frühlingshafte Wetter, um von der Schöpflwarte einen herrlichen Ausblick in das Land zu genießen.

Auch die NÖN war vor Ort und traf Sabine Hellmuth-Rohrböck, die Wirtin der „Schöpflhütte“. Das Essen der Gastronomin wird stets geschätzt. Doch schön langsam macht sich bei Hellmuth-Rohrböck angesichts der Corona-Situation Verzweiflung breit. „Es ist wirtschaftlich bereits schwer zu verkraften. Seit November dürfen wir die Schöpflhütte nicht öffnen. Immer wieder werden wir vertröstet mit neuen Öffnungsterminen, zuletzt der 27. März. Wem sollen wir noch glauben? Wann dürfen wir endlich öffnen?“, fragt sich die Wirtin.

Die Schöpfl-Wirte Sabine und Harald Rohrböck bieten „Essen to go“ für die Wanderer an. 
Ernst Klement

Gerade zu Ostern ist am Schöpfl viel los, aber wie vergangenes Jahr darf Hellmuth-Rohrböck keine Gäste empfangen. „Bereits im Vorjahr mussten wir im April geschlossen haben. Es herrschte traumhaftes Ausflugswetter, der Schöpfl wurde regelrecht gestürmt. Dass wir das Gleiche ein Jahr später wiedererleben, das zermürbt“, so die engagierte Schöpfl-Wirtin, die sich freut, dass sie zumindest „Essen to go“ anbieten kann. „Damit halten wir uns so recht und schlecht über Wasser“, erzählt Hellmuth-Rohrböck im NÖN-Gespräch.

Es herrschte traumhaftes Ausflugswetter, der Schöpfl wurde regelrecht gestürmt. Sabine Hellmuth-Rohrböck

Eine Wanderung auf den Schöpfl machte am Wochenende auch die Familie Filon aus Neustift-Innermanzing. Denn die Kinder sollten auch den höchsten Berg des Wienerwaldes kennenlernen. „Praxisnaher Geografie-Unterricht“, freute sich Vater Marcel Filon und ergänzt: „Wir haben aber nicht gerechnet, dass hier eine Hütte geöffnet hat.“ Umso mehr freuten sich die beiden Kinder über eine Schnitzelsemmel für den Weg.
Wer die warmen Temperaturen für einen Spaziergang auf den Schöpfl nutzt, kann sich außer Montag jeden Tag ein „Essen to go“ mitnehmen. „Das Wandern in dieser herrlichen Landschaft stärkt uns alle. Ein Blick vom Schöpfl baut uns auch immer wieder auf, in dieser Coronazeit nicht zu verzweifeln“, meint die Schöpfl-Wirtin.