Nach NÖN-Aufruf: Almsteiner traf ihren Lebensretter. Mario Teubenbacher fand demenzkranke Erna Almsteiner auf der Straße und rief die Rettung. Nun gab es ein Wiedersehen.

Von Ernst Klement und Kristina Veraszto. Erstellt am 25. April 2021 (04:04)
Manuela Almsteiner konnte sich nach einem NÖN-Artikel beim Lebensretter ihrer Mutter Erna bedanken.
Klement, Klement

Der NÖN-Artikel „Lebensretter gesucht“ hat Mario Teubenbacher erreicht. Er ist jener Mann, der bei einer Lkw-Firma arbeitet und Anfang April Erna Almsteiner mitten auf der Landesstraße fand. Die Laabenerin, die an Demenz leidet, hatte zuvor ihr Haus verlassen, um vermutlich ihren verstorbenen Mann zu suchen. Auf der L117 im Ortsteil Wöllersdorf brach sie schließlich zusammen.

Mario Teubenbacher aus Hainfeld besuchte vergangene Woche die Almsteiners.
privat, privat

„Ich war gerade auf dem Weg in die Arbeit und habe etwas auf der Straße wahrgenommen. Ich bin dann stehengeblieben und noch einmal zurückgefahren und da konnte ich die Frau schon sehen“, schildert Teubenbacher. Er verständigte sofort Rettung und Polizei. In der Zwischenzeit blieb zum Glück auch ein vorbeikommender Rettungssanitäter stehen. „Während er sich um die Frau gekümmert hat, bin ich los um das Haus zu suchen und habe es dann auch gleich gefunden, weil das Licht brannte“, so Teubenbacher, der aus Hainfeld (Bezirk Lilienfeld) kommt. Er verständigte Tochter Manuela, dass er ihre Mutter gefunden hat und Erna Almsteiner konnte schnell ins Krankenhaus gebracht werden.

„Sie hat sich gleich an mich erinnern können.“ Mario Teubenbacher

Vergangene Woche gab es durch den NÖN-Aufruf ein Wiedersehen mit dem Lebensretter. Mario Teubenbacher stattete Manuela Almsteiner und ihrer Mutter Erna einen Besuch ab. „Plötzlich stand ein Mann vor der Tür und erzählte, dass er den Bericht in der NÖN las und dass er die Frau auf der Straße fand. Er hatte sogar für meine Mutter einen Blumenstock mit“, erzählt Manuela Almsteiner.

Doch noch mehr berührte sie das Wiedersehen des Lebensretters mit ihrer Mutter. „Sie verstanden sich sofort bestens und er versprach, bei besseren Wetter wiederzukommen, sodass sie im Garten länger plaudern können“, sagt die Laabenerin, die ihre demenzkranke Mutter aufopferungsvoll pflegt.

Da sie sich in der Nacht des Vorfalles beim Lebensretter nicht richtig bedanken konnte, hoffte Manuela Almsteiner, den Mann über einen NÖN-Artikel zu finden. Das ist nun gelungen. „Sie hat sich gleich an mich erinnern können“, freut sich auch Mario Teubenbacher.