Burg wird zum großen Speicher. Historisches Gebäude wird für Experimente und Präsentationen geöffnet.

Erstellt am 15. Mai 2018 (04:18)
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Die Burg ist am Freitag für Besucher geöffnet.

„Es gibt immer etwas zu tun“, antwortet Matthias Zawichowski auf die Frage, ob die Vorbereitungen für das nächste Burg-Projekt nach Plan laufen. Kommenden Freitag werden die Pforten der Neulengbacher Burg wieder geöffnet, und zwar für Experimente, Reisen in die Vergangenheit, Reparaturen und Möbelbau: Unter dem Motto „Speicher/Werk/Stadt“ wird für Groß und Klein allerlei geboten.

Das Personenkomitee BURG:2025 präsentiert die unterschiedlichsten Zugänge zum Thema „Speichern“. Es gehe nicht nur um Energiespeicher und E-Autos als Mobilitätsspeicher, betont Matthias Zawichowski vom Personenkomitee. Die Burg soll auch als Geschichte-Speicher wahrnehmbar werden. Historikerin Hedy Fohringer gibt auf ihren Führungen exklusive Einblicke in die fast 1000-jährige Geschichte des Bauwerks (Anmeldung auf www.burg2025.at).

In einem Design/Speicher zeigen Studenten der New Design University St. Pölten, wie Dreidimensionalität und Virtual Reality Archäologen die Arbeit erleichtern. Sie gestalten zum Beispiel den Innenhof der Burg oder lassen Besucher in historische Stätten abtauchen. Als Bild/Speicher arbeiten die Topotheken von Neulengbach und Maria Anzbach: Sie ermöglichen Reisen in die Vergangenheit der Region und demonstrieren, wie anhand von Postkarten Menschen identifiziert werden. Besucher können selbst alte Postkarten aus der Region mitnehmen, scannen und in die Bestände der Topotheken aufnehmen lassen.

„Die mobile Komposttoilette macht aus menschlichen Hinterlassenschaften feinsten Kompost."Matthias Zawichowski

Im „Reparatur/Speicher“ können Besucher kaputte Geräte von geschickten Handwerkern reparieren lassen. Außerdem wird geschneidert und genäht, und es werden Körbe geflickt und geflochten. Als „Ideen/Speicher“ fungiert der Raumwagen. Hier kann man seine Vorstellungen für die Burg und die Region kundtun, sich mit anderen austauschen und vernetzen. Und dann gibt‘s auf der Burg noch den „Experimentier/Speicher“ für Kinder, bei dem die Jüngsten bei Experimenten die Welt des Speicherns entdecken können.

Ein Speicher der ganz anderen Art ist das Öklo. Matthias Zawichowski erläutert: „Die mobile Komposttoilette macht aus menschlichen Hinterlassenschaften feinsten Kompost
– ganz sauber und geruchlos.“

Wie aus DOKA-Schalungstafeln Möbel entstehen, zeigt die Station „Social Furniture Workshop“. Im Vorfeld werden diese mit Unterstützung der Umdasch Group von Menschen aus der Region für die Burg gebaut und ausgestellt. Anmeldung sowie Registrierung für den Burg-Besuch am 18. Mai auf www.burg2025.at.