Kirchstettener Gemeindearzt unter Quarantäne. Notfall-Patient in Kirchstetten hatte nicht Herzinfarkt, sondern das neue Virus. Arzt und eine Assistentin sind vorsorglich 14 Tage unter Quarantäne.

Von Renate Hinterndorfer. Update am 12. März 2020 (11:44)
Symbolbild
APA (dpa/Archiv)

"Das ist sehr unerfreulich", stellt der Kirchstettener Gemeindearzt Rene Chahrour fest. Er ist unter Quarantäne, weil einer seiner Patienten positiv auf Corona getestet wurde. Der Mann dachte, er hätte einen Herzinfarkt und klagte über Brustschmerzen und Atemnot. "Er wurde notfallmäßig versorgt und dann ins Spital gebracht", berichtet Charour. Dort stellte sich heraus, dass der Patient an COVID-2019 erkrankt ist.

In der Ordination wurde alles desinfiziert. "Doktor Burg war sofort bereit, mich zu vertreten, damit die Versorgung der Patienten aufrecht bleibt", ist Rene Chahrour erleichtert.  Die Ordination bleibt geöffnet, auch die Ausgabe von Medikamenten bleibt aufrecht.

Der Kirchstettener Arzt empfiehlt auf jeden Fall den Patienten, sich vor einem Arztbesuch telefonisch in der Ordination zu melden und abzuklären, ob ein Besuch in der Ordination angeraten ist.

Der Kirchstettener Bürgermeister Josef Friedl hält fest, dass es sich beim Patienten nicht um eine Person aus der Gemeinde gehandelt hat: "Der Mann ist also mit der Bevölkerung bei uns sonst nicht in Kontakt gekommen."