Über 70 Personen in Altlengbach abgesondert. Vier Kinderbetreuerinnen und zwei Volksschüler haben Virus. Kinder und Lehrer in Quarantäne.

Von Ernst Klement. Erstellt am 14. Oktober 2020 (04:00)
Über 40 Volksschulkinder wurden auf das Coronavirus getestet. Bei zwei Kindern fiel der Test positiv aus.
Veraszto

Mehrere Coronafälle sorgten in der Vorwoche in Altlengbach für Aufregung. Drei Mitarbeiterinnen des Vereins Kinderbetreuung Laabental waren wie berichtet positiv auf Covid-19 getestet worden. Auch eine vierte Mitarbeiterin des Vereins und zwei Kinder der Volksschule Altlengbach haben das Virus bekommen.

Die betroffenen Mitarbeiterinnen wurden in Quarantäne geschickt. Ebenso mussten rund 70 Kinder, die in der Nachmittagsbetreuung der Volksschule und der Krabbelstube betreut werden, in Quarantäne geschickt werden. Auch drei Lehrer der Volksschule wurden isoliert. Von manchen Eltern gab es Kritik, dass sie zu spät informiert worden seien. „Wir haben in sehr enger und wirklich guter Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden sofort die erforderlichen Maßnahmen gesetzt“, sagt Daniel Kosak, der Obmann des Vereins.

„Wir haben in sehr enger und wirklich guter Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden sofort die erforderlichen Maßnahmen gesetzt“

Außerdem hat die Gemeinde alle Lehrerinnen der Schule, alle Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sowie des Außendienstes auf eigene Kosten testen lassen. „Sie sind zum Glück alle negativ“, sagt Daniel Kosak.

Die erwachsenen K1-Personen - also jene, die unmittelbaren Kontakt zu infizierten Menschen hatten - wurden über die Gesundheitsbehörde getestet und sind ebenfalls negativ, berichtet der Vereinsobmann weiter. Auch der größte Teil der Kinder wurde getestet, hier gibt es vereinzelt Infektionen, die betroffenen Kinder weisen laut Kosak größtenteils aber keine Symptome auf und bleiben in Quarantäne. Wie Volksschuldirektorin Karin Scheibelreiter berichtet, wurden über 40 Volksschulkinder auf Covid-19 getestet. Das Ergebnis: „Zwei Kinder sind positiv, aber symptomlos“, so Scheibelreiter.

Keine Klasse musste gesperrt werden

Nach der anfänglichen Aufregung laufe jetzt wieder alles sehr gut, betont die Volksschuldirektorin, die nach Bekanntwerden der Coronafälle in der Kinderbetreuung mit wesentlich mehr Ansteckungen gerechnet hatte. Keine einzige Klasse musste gesperrt werden. „Wir haben Gott sei Dank Personalreserven.“

Die schulische Nachmittagsbetreuung hingegen wird noch die gesamte Woche geschlossen bleiben müssen. In der Krabbelstube kann der Betrieb früher wieder aufgenommen werden. „Über die Gemeinde, die Schule und die Betreuungseinrichtung informieren wir ständig alle Eltern direkt telefonisch oder per E-Mail über den aktuellen Stand“, erläutert Kosak. „Mir ist bewusst, wie schwierig das ist, in so kurzer Zeit für einen Ersatz in der Betreuung sorgen zu müssen“, sagt der dreifache Familienvater. Die Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden sei exzellent, betont man in Altlengbach. „Wir bekommen und geben Informationen sehr rasch weiter, die Testungen funktionieren extrem effizient und in kurzer Zeit, die Testlogistik ist mit der Corona-Teststraße in St. Pölten wirklich gut.“ Man werde alle notwendigen Maßnahmen setzen, um eine Ausbreitung des neuen Virus einzudämmen. Durch die Geschwindigkeit des Handelns und der Kontaktrückverfolgung sei das bisher sehr gut gelungen.

Bei einem Volksschulkind, das angesteckt wurde, handelt es sich um den Sohn eines Firmenchefs. Alle Mitarbeiter mussten getestet werden, sie sind aber alle coronafrei.