Technischer Defekt verursachte Großbrand in Leitsberg. Die ganze Nacht über waren die Kameraden bei einem Vierkanthof in Leitsberg im Einsatz.

Von Beate Riedl. Update am 30. November 2019 (19:18)

Brandalarm in Leitsberg am Freitagabend. Mehrere Feuerwehren des Abschnitts wurden alarmiert, um den Dachstuhlbrand bei einem Vierkanthof in den Griff zu bekommen. Als die Kameraden eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus dem Dach heraus.

Durch einen umfassenden Außenangriff und parallel dazu einen Innenangriff unter schwerem Atemschutz kämpften die Feuerwehren gegen das Feuer, im Minutentakt wurde mit den Tankwägen Löschwasser zur Einsatzstelle gebracht. Auch die Stadtfeuerwehr St. Pölten kam mit ihrer Teleskopmastbühne, um die Flammen aus der Luft bekämpfen zu können.

„Rund 280 Einsatzkräfte von 16 Feuerwehren standen mit 41 Fahrzeugen im Einsatz“, berichtet das Abschnittsfeuerwehrkommando. In den frühen Morgenstunden konnte schließlich Brandaus gegeben werden.

Keine Verletzten

Bei dem Brand wurden glücklicherweise keine Personen verletzt. Für die betroffene Familie  -  es leben dort drei Generationen unter einem Dach,  - ist das eine Katastrophe.Vor  zehn  Jahren wurde das Anwesen vom Hochwasser heimgesucht, nun wurde ein Teil davon durch den Brand weitgehend zerstört.“, berichten Bürgermeister Michael Göschelbauer und Vizebürgermeister Daniel Kosal, die sich am Samstagvormittag gleich eim Bild vor Ort machten und die Unterstützung der Gemeinde anboten.

"Wir kümmern uns darum, dass allen Betroffenen für den Übergang Quartiere zur Verfügung gestellt werden", so Göschelbauer. "Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt sind enorm. Jetzt sind die Versicherungen am Zug, um den Schaden zu begutachten. Wir stehen als Gemeinde jederzeit für Hilfsleistungen oder Unterstützung zur Verfügung." Besonderen Dank zollten Göschelbauer und Kosak den Einsatzkräften: "Das Zusammenspiel unserer Feuerwehren ist einzigartig. Wir können jeden Tag froh sein, dass wir sie haben und sie mit allem ausstatten, was benötigt wird."

Update 19:17 Uhr: Mittlerweile steht auch die Brandursache fest:  Ein technischer Defekt in der Hackschnitzelförderanlage hat laut Polizei den Großbrand verursacht. Die Polizei teilt mit, dass keine Hinweise auf fremdes Verschulden vorliegen.