Die Region wächst. Mehr Einwohner / Sechs der acht Wienerwald-Gemeinden hatten 2013 Bevölkerungszuwachs. Neulengbach zählt bald 8000 Einwohner.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, Klement
Willkommen in Brand-Laaben: Die Gemeinde hat unter den acht Wienerwald-Gemeinden die wenigsten Einwohner.
Von Renate Hinterndorfer

REGION WIENERWALD / 24.920 Einwohner zählte die Region Wienerwald zu Jahresbeginn laut Statistik Austria, das ist ein leichter Zuwachs von 212 Personen im Vergleich zum Jahresbeginn 2013.

Neulengbach verzeichnet einen Zuwachs von 1,20 Prozent. 7.941 Menschen sind in der Stadtgemeinde daheim, im kommenden Jahr wird man über die 8000er-Grenze kommen, ist Bürgermeister Franz Wohlmuth überzeugt: „Am Figlweg entsteht ein großvolumiger Wohnbau, und es entstehen auch Einfamilienhäuser, also 80 bis 100 Einwohner werden sicher dazukommen.“ Ziel sei ein gesundes Wachstum von ein bis eineinhalb Prozent. Der Zuzug müsse in Einklang mit der Infrastruktur stehen.

Asperhofen wächst mit 1,83 Prozent am stärksten

Den größten Bevölkerungszuwachs hat Asperhofen mit 1,83 Prozent. Bürgermeister Josef Ecker führt das darauf zurück, dass man sich aktiv um Bauland für junge Bürger und auch für Zuzieher bemüht habe: „Es war beabsichtigt, für Jungbürger Möglichkeiten zu schaffen, dass sie in der Gemeinde bleiben und bauen können. Daraus hat sich der Zuzug ergeben.“ Ziel war es, mit aktiver Wohnbaupolitik den Schulstandort Asperhofen abzusichern: „Es ist ja nicht lustig, wenn einem die Klassen zugesperrt werden“, so Ecker. Der Zuzug verursache aber auch „Nebengeräusche“, so muss wahrscheinlich im Herbst eine fünfte Kindergartengruppe eingerichtet werden.

Laut Josef Ecker wird sich der Zuzug jetzt aber einbremsen, da das Bauland zu Ende geht. Komprimierter Wohnbau ist in Asperhofen nicht angedacht, weil da die Integration schwieriger sei, erklärt der Ortschef.

Laaben hat ein leichtes Minus

Im Vergleich zu den anderen Wienerwald-Gemeinden hat Brand-Laaben das größte Minus bei der Bevölkerungsentwicklung (-1,72): 1.201 Personen sind hier gemeldet, um 21 weniger als im Jänner 2013. Für Bürgermeister Helmut Lintner ist das kein Grund zur Beunruhigung: „Man kann die Zahlen nicht von einem Jahr auf das andere sehen, das muss man langfristiger sehen.“ In den vergangenen Jahren habe es immer Schwankungen gegeben. Dem Laabener Ortschef ist ein langsamer Zuzug lieber: „2004 hatten wir 1135 Hauptwohnsitzer, jetzt haben wir an die hundert mehr, das ist wunderbar. Die Lebensqualität bei uns ist hoch. Dafür wird nichts verbetoniert mit Wohnhäusern.“ Lintner hält nichts davon, den Wohnbau zu forcieren, um damit mehr Bewohner und mehr Ertragsanteile zu bekommen: „Man kann eine Gemeinde auch anders gut bewirtschaften.“

NOEN, Klement
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In Niederösterreich leben derzeit rund 1,6 Millionen Menschen. In Österreich leben derzeit mehr als 8,5 Millionen, das sind um fast 53.000 mehr als vor einem Jahr. Der Ausländeranteil liegt bei 12,5 Prozent.