Kandidatinnen von Laabener SPÖ-Liste gestrichen. Zwei Frauen, die unter den ersten sechs kandidieren wollten, wurden von der Wahlbehörde entfernt.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 11. Januar 2020 (06:33)
Symbolbild
shutterstock / Anton Sokolov

Eine ausgeglichene Kandidatenliste präsentierte die SPÖ Brand-Laaben vor wenigen Wochen. SPÖ-Chef Georg Parrer war es wichtig, dass Frauen und Männer in gleicher Anzahl für die SPÖ ins Rennen gehen. Auf den ersten fünf Plätzen wurden Georg Parrer, Lisa Schindl, Martin Szerencsics, Christina Schindl und Oguz Ucar gereiht.

Doch die Liste der SPÖ sieht jetzt anders aus. Zwei Kandidatinnen mussten gestrichen werden. Georg Parrer ist weiterhin Spitzenkandidat, dahinter sind Lisa Schindl, Martin Szerencsics, Oguz Ucar und Rudolf Kahry. Als einen „Anfängerfehler“ bezeichnet ÖVP-Bürgermeister Hermann Katzensteiner diese Tatsache, dass Kandidatinnen gestrichen werden mussten, weil sie nicht in der Gemeinde gemeldet waren. „Jetzt befindet sich nur eine Frau unter den ersten fünf“, meint Katzensteiner.

„Keine Zeit zum Nachnominieren“

SPÖ-Spitzenkandidat Georg Parrer nimmt die Entscheidung der Gemeindewahlbehörde zur Kenntnis. Allerdings kritisiert er, dass diese aus seiner Sicht zu spät gefallen sei. „Erst am 27. Dezember kam die Gemeindewahlbehörde zusammen und ich hätte nur bis Montag darauf Zeit gehabt, dass ich jemanden nachnominiere. Irgendwo hört sich die Strapaz auch auf“, begründet Parrer die derzeitige Reihung.

Nach wie vor würden sich aber einige qualifizierte Frauen auf der Liste befinden. „Und außerdem steht die endgültige Reihung noch gar nicht fest, durch Vorzugsstimmen können die Kandidaten auch nach vorne rücken“, meint Parrer. Auf Platz sechs und Platz acht würden mit Heidemaria Parrer und Franziska Punz außerdem ebenfalls Frauen kandidieren.