Georg Ockermüller: „Virus nicht unterschätzen“. Eichgrabens Bürgermeister Georg Ockermüller ist fünf Wochen nach Infektion noch immer nicht ganz fit.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 12. Juni 2021 (04:01)
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„Es geht wieder bergauf“, sagt Georg Ockermüller nach seiner Corona-Erkrankung.
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„Es geht wieder bergauf. Zwar langsam, aber es wird“, zeigt sich Bürgermeister Georg Ockermüller nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung zuversichtlich. Wo er sich genau angesteckt hat, weiß er nicht. Dass es gerade ihn erwischt hat, verwundert so manchen. Jeder, der Georg Ockermüller kennt, weiß, dass er immer besonders vorsichtig war. Das gilt für die Umsetzung der Maßnahmen in seiner Verantwortung als Bürgermeister ebenso, wie für sein persönliches Verhalten.

„Es geht wieder bergauf. Zwar langsam, aber es wird“

Ockermüller hat einige Zeit damit gehadert, ob er sich impfen lassen soll oder nicht. Letztendlich entschloss er sich dafür. Genau einen Tag vor seinem Impftermin hat es ihn erwischt. „Am Freitag wurde ich negativ getestet, da war die Welt noch in Ordnung. Am Samstag merkte ich, dass meine Lymphknoten angeschwollen waren. Als ich am Sonntag Fieber bekam, machte ich sofort einen Selbsttest, der war binnen Sekunden positiv“, erzählt Ockermüller.

Er hat sich umgehend von der Familie abgesondert und sich im Fitnessraum sein Krankenzimmer eingerichtet. Drei Wochen lang kämpfte er gegen heftige Fieberschübe, Husten und Atemnot. Eine Zeit lang konnte er nicht einmal mehr telefonieren, da seine Stimme weg war. Zweimal hat er überlegt, ob er sich ins Krankenhaus begeben soll.

„Meine Leistungsfähigkeit lässt noch sehr zu wünschen übrig.“ Georg Ockermüller

„Corona ist auf jeden Fall wesentlich heftiger als eine normale Grippe. Man darf diesen Virus nicht unterschätzen“, warnt Georg Ockermüller. Seine Frau und die beiden Töchter haben sich nicht angesteckt, mussten aber drei Wochen in Quarantäne bleiben. Mittlerweile sind fünf Wochen seit der Infektion vergangen, aber ganz fit ist der Eichgrabener Bürgermeister noch immer nicht.

„Es gibt bessere und schlechtere Tage. Meine Leistungsfähigkeit lässt noch sehr zu wünschen übrig“, erzählt er. Meistens ist er nach einigen Stunden Arbeit total erschöpft. „Dabei ist es egal, ob ich den Rasen mähe, oder am Computer sitze“, so Ockermüller. Neben der fehlenden Energie kämpft er auch noch mit der Atmung und mit Gelenksschmerzen. Es wird wahrscheinlich noch einige Zeit dauern, bis er wieder voll einsatzfähig ist.

Aber der Bürgermeister ist zuversichtlich und wird nichts unversucht lassen, dass er so bald wie möglich wieder seine alte Leistungsfähigkeit zurückbekommt. Seine Botschaft: „Man soll sich nicht narrisch machen lassen, aber auf jeden Fall vorsichtig sein. Eine Corona-Infektion darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen!“