Eichgraben

Erstellt am 09. März 2018, 05:31

von Christine Hell

Junge Ärzte im Einsatz. Vinzenz Kellerer und Max Flicker üben mit Volksschülern, wie man bei Herzstillstand richtig Erste Hilfe leistet.

Reanimationsunterricht durch Vinzenz Kellerer und Max Flicker in der dritten Klasse Volksschule Eichgraben. Im Bild mit Klassenlehrerin Kerstin van Dillen.  |  NOEN, privat

Ein ganz besonderes Projekt haben Vinzenz Kellerer, Sohn des Neulengbacher Zahnarztehepaares Martin und Doris Kellerer, und sein Freund Max Flicker in Eichgraben auf die Beine gestellt: Die beiden Medizinstudenten und Rettungssanitäter gaben nun den Volksschülern der dritten und vierten Klassen in Eichgraben zwei Tage lang Reanimationsunterricht im Rahmen des Projektes „Ich kann Leben retten“.

Die Volksschüler waren mit Eifer beim Unterricht dabei.  |  NOEN

Das Projekt wird von der MedUni Wien und dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes unterstützt und mit zahlreichem Anschauungsmaterial gefördert, um mit den Kindern gemeinsam in der Klasse ein mögliches Notfalls-Szenario zu üben.

Volksschüler waren begeistert und interessiert

Das Projekt wurde im Jahr 2013 von Professor Fritz Sterz entwickelt und es hat zum Ziel, dass jeder Volksschüler ab der dritten Klasse jährlich in Wiederbelebung trainiert wird. Die Wiederbelebung durch Laien soll damit zur Selbstverständlichkeit werden, durch theoretische und praktische Unterrichtsinhalte soll das Interesse geweckt werden, selbstbewusstes Verhalten im Notfall gefördert und mögliche Ängste vor der Wiederbelebung und vor dem Einsatz eines Defibrillators abgebaut werden.

Die beiden angehenden Mediziner setzen dieses Projekt auf freiwilliger Basis und aus Enthusiasmus um und sie freuen sich: „Die Volksschüler waren echt begeistert und sie waren sehr interessiert.“

Vinzenz Kellerer reist noch vor Ostern nach Sansibar und wird dort, gemeinsam mit mehreren Medizinstudenten, ehrenamtlich, einige Wochen lang beim Projekt „Dentisttheworld“ mitarbeiten. In großen Zelten wird eine Zahnarztstation nahe der Hauptstadt aufgebaut, um den Bewohnern der ostafrikanischen Insel die Zahnbehandlung zu ermöglichen.