Nach Telefonbetrug: 22.000 Euro weg. Betrüger gab sich als Microsoft-Mitarbeiter aus, während langer Gespräche wurden mehrere tausend Euro vom Konto abgebucht.

Von Beate Riedl. Erstellt am 31. Januar 2019 (05:32)
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Ihre Masche ist derart professionell, dass man leicht auf sie hereinfällt und dadurch finanziellen Schaden erleidet. Betrüger geben sich als Mitarbeiter von Microsoft aus und versuchen so an die Computerdaten ihrer Opfer – und damit zu Geld – zu kommen. Oft wird ihre Absicht durchschaut, in Eichgraben hatten sie aber Glück. Mehrere Stunden lang hatte sich ein Eichgrabener mit dem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter in englischer Sprache am Telefon unterhalten, nebenbei am Computer gearbeitet, um das vermeintliche Computer-Problem gleich zu lösen.

Währenddessen konnten die Betrüger 22.000 Euro vom Konto des Eichgrabeners ergaunern. Erst ein Anruf der Bank bei der Polizei beendete den Spuk. Einem Mitarbeiter der Bank kamen die vielen Überweisungen komisch vor, zudem war bei dem Kunden das Telefon ständig besetzt. Schließlich wurde die Exekutive informiert, die bei dem Eichgrabener vorbeischaute und ihn aufklärte, dass er Betrügern auf den Leim gegangen war. „Wir werden fast täglich informiert, dass jemand von Betrügern angerufen wurde, auch wenn kein Schaden entstanden ist“, berichtet ein Polizist, der weiß: „Die Dunkelziffer ist hoch.“ Viele rufen erst gar nicht an, da ja nichts passiert sei, oder sie schämen sich, dass sie auf die Masche reingefallen seien.

Die Polizei bittet deshalb: „Auf dubiose Anrufe nicht reagieren, niemals sensible und persönliche Daten per Telefon oder im Internet preisgeben.“