Endgültiges Aus für das Sonneneck in Eichgraben. Petra Pokorny muss nach fast zehn Jahren schweren Herzens zusperren.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 02. Mai 2019 (04:45)
Stoiser
Petra Pokorny schließt das Sonneneck.

Jetzt wird es ernst, das Sonneneck schließt mit Ende Mai. Schweren Herzens startet Petra Pokorny in den Mai, denn die Schließung ihres kleinen Geschäftes ist jetzt endgültig fix. „Das Sonneneck war mein kleiner Lebenstraum, in den ich meine ganze Energie und sehr viel Geld gesteckt habe. Aber die Rechnung ist leider nicht ganz aufgegangen“, meint Petra Pokorny traurig. Aber immerhin kann sie auf fast zehn Jahre mit lieben Stammkunden und vielen Erfahrungen zurückblicken.

„Außer bei den besagten Aktionen, habe ich selten jemanden von den Politikern als Kunden in meinem Geschäft begrüßen dürfen"

Neben dem Solarium fanden die Kunden im Sonneneck Drogerieprodukte, Geschenkartikel, Bioprodukte und vieles mehr – Paketzustellbasis und Putzerei inklusive. Doch trotz der zentralen Lage kämpfte Petra Pokorny schon seit einigen Jahren ums wirtschaftliche Überleben. Sie weiß, dass jeder selbst seines Glückes Schmied ist, dennoch übt sie Kritik an der Gemeinde, die ihrer Meinung nach trotz der hochgespielten jährlichen Nahversorgeraktion zu wenig für die Nahversorgung tut. „Außer bei den besagten Aktionen, habe ich selten jemanden von den Politikern als Kunden in meinem Geschäft begrüßen dürfen“, so Pokorny.

Aber das ist für sie nun ohnehin bald Geschichte. Jetzt wird abverkauft. „Alles muss raus. Ich muss bis Ende Mai mein Geschäft leer geräumt haben“, erzählt sie. Ab Anfang Mai gibt es daher auf alles minus 35 Prozent.

Neben den Waren wird von der Registrierkassa über die Sonnenbetten und die Regale alles ausverkauft. „Für meine Stammkunden wird es auch eine kleine Abschiedsparty geben“, freut sich Petra Pokorny auf einen kleinen „Dankeschön-Nachmittag“.

Nach der Schließung des Geschäftes wird die Unternehmerin wieder als unselbstständige Erwerbstätige in den Verkauf zurückgehen. So schaut zumindest der derzeitige Zukunftsplan aus. „Ich wünsche den Nahversorgen von ganzem Herzen alles Gute und hoffe, dass ihnen in Zukunft etwas mehr unter die Arme gegriffen wird – sowohl durch viele Kunden, als auch durch die Gemeinde“.