Postbezirk 3040: Neulengbacher Adressen werden geändert. Umstellung im Postbezirk 3040 ist beschlossen. Liste Heiss kritisiert den Zeitpunkt.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 21. Mai 2020 (06:08)
Polizei-Chef Helmut Summer, Stadtrat Jürgen Rummel, Vizebürgermeister Paul Mühlbauer und Bürgermeister Franz Wohlmuth mit einigen neuen Tafeln.  Foto: Gemeinde
Gemeinde Neulengbach

Den Wunsch nach einem übersichtlichen Adressensystem gibt es schon seit Jahren. In einigen Bereichen wurde das System schon umgestellt, jetzt wurde im Gemeinderat die amtliche Änderung der Adressen für den Postbezirk 3040 beschlossen.

Der erste Teil umfasst die Katastralgemeinden Emmersdorf, Markersdorf, Inprugg, Raipoltenbach, Umsee und Tausendblum. Hier ist die Adressänderung ab 1. Juli gültig.

Der Beschluss im Gemeinderat war nicht einstimmig: FP und Liste Heiss enthielten sich. Stadtrat Alois Heiss begründet die Stimmenthaltung so: „Für uns ist es der falsche Zeitpunkt. Dass die Hausnummern umgestellt gehören ist unbestritten. Aber in der derzeitigen Phase weiß kein Unternehmer, wie er die nächste Zeit drüberbringt.“

Während andere Gemeinden überlegen würden, wie man die Unternehmen fördert, mache Neulengbach jetzt die Adressumstellung, die für die Betriebe mit einigen Kosten verbunden sei, so die Kritik des früheren VP-Vizebürgermeisters.

VP-Stadtrat will rasche Realisierung

Für VP-Stadtrat Jürgen Rummel ist das nicht nachvollziehbar: „Schon 2002 wurde der Grundsatzbeschluss für die Adressänderungen gefasst. Sollen wir noch 18 Jahre warten? Die Umstellung muss schleunigst durchgezogen werden.“

Im Vorjahr musste die bereits geplante Adressänderung wegen der Nationalratswahl verschoben werden. Eine Verschiebung wegen Corona kommt für Rummel jetzt nicht in Frage, denn gerade in der Coronakrise seien übersichtliche Bezeichnungen erforderlich, betont der Infrastrukturstadtrat: „Das neue System ist wichtig für die Sicherheit der Bürger. Das steht jetzt im Vordergrund.“ Rummel verweist darauf, dass Alois Heiss die Adressänderungen immer mitbeschlossen habe.

Auch Bürgermeister Franz Wohlmuth hebt die Notwendigkeit der Umstellung hervor: „Durch die fortlaufende Hausnummerierung innerhalb des Straßenzuges wird das Auffinden der Liegenschaften wesentlich vereinfacht. Dadurch können nicht nur in Notfällen wertvolle Minuten gewonnen werden, sondern es wird auch die Zustellung durch Post oder Paketdienst einfacher.“

In Neulengbach, Haag, Großweinberg, Almersberg soll die Änderung im Herbst 2020 erfolgen.