Neulengbach ist insgesamt wieder gewachsen. In der Stadtgemeinde Neulengbach ist Zahl der Verstorbenen, aber auch die Zahl der Babies im Vorjahr gestiegen. Der Zuzug hält weiter an.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:01)
Seit zehn Jahren darf sich Neulengbach Stadtgemeinde nennen.
NOEN

111 Todesfälle wurden im Jahr 2020 in der Stadtgemeinde Neulengbach verzeichnet, das ist ein Anstieg um 8,8 Prozent: Im Jahr davor gab es 102 Todesfälle.

Angestiegen ist auch die Zahl der Geburten: 58 Babies gab es im Jahr 2019, im Vorjahr waren es 76.

Die Stadtgemeinde Neulengbach ist insgesamt wieder gewachsen. Die 8.000er-Marke wurde im Jahr 2015 geknackt. Ende 2020 gab es 8.369 Hauptwohnsitzer, ein Jahr davor waren es 8.323. Auch bei den Nebenwohnsitzern geht es laut Auskunft der Stadtgemeinde bergauf: von 1.457 im Jahr 2019 auf 1.536 im Vorjahr. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren zählte die Stadtgemeinde Neulengbach 8.304 Hauptwohnsitzer und 1.464 Nebenwohnsitzer.

Kein „Boom“ bei Zweitwohnsitzen

Einen auffallend großen Anstieg an Zweitwohnsitzern wie zum Beispiel im Waldviertel gab es im Coronajahr in der Stadtgemeinde Neulengbach nicht, der ist auch nicht zu erwarten. „Diese klassischen Heimkehrer haben wir nicht. Aus dem Waldviertel sind ja früher viele Leute nach Wien gezogen, das war bei uns nicht der Fall. Bei uns war es ja nie so, dass die Leute von Neulengbach nach Wien gezogen wären“, stellt Bürgermeister Franz Wohlmuth fest. Auch die Preisstruktur ist in Neulengbach eine andere als im Waldviertel.

70 Trauungen fanden im Vorjahr auf dem Standesamt Neulengbach statt. Dass es doch noch so viele wurden, hatte Leiterin Anna Großler angesichts des Coronajahres gar nicht erwartet. In einem normalen Jahr sind es um die 100.

Für das heurige Jahr haben sich viele heiratswillige Paare angemeldet: „Wir haben 40 Anmeldungen, teilweise sind das Trauungen, die im vergangenen Jahr verschoben wurden“, berichtet die Standesamtsleiterin auf Anfrage der NÖN.

Die meisten Trauungen im Vorjahr gab es von Ende August bis Ende Oktober, Rekord waren sieben Hochzeiten in einer Woche. Insgesamt gehe der Trend bei den Trauungsterminen in Richtung Herbst: „September und Oktober sind sehr beliebt“, berichtet Anna Großler.

Seit 2019 können Mann und Frau auch eine eingetragene Partnerschaft eingehen. Auf dem Standesamt Neulengbach machten das im Vorjahr nur vier Paare. Für heuer gibt es noch keine Anmeldung. „Diese Form wird nicht so stark angenommen, weil es nur minimale Unterschiede zur Ehe gibt“, erklärt die Standesamtsleiterin.