Region Wienerwald: Drei Lokale ausgezeichnet. Neulengbacher „Weingartl“, das Mo‘s in Eichgraben und das Restaurant „Zur Linde“ in Brand-Laaben bekamen vom Falstaff wieder jeweils eine Gabel.

Von Kristina Veraszto und Renate Hinterndorfer. Erstellt am 29. April 2021 (03:11)
Linden-Chefin Gertrude Geidel freut sich über die Prämierung und dass sie bald wieder Gäste empfangen darf.
privat, privat

„Die Zuversicht auf die Rückkehr in die Normalität steigt mit jedem Tag“, sagt Wolfgang M. Rosam, Eigentümer des Falstaff-Verlags, der gerade den Falstaff Restaurant & Gasthaus Guide 2021 herausgebracht hat. Knapp 20.000 Gourmetclub-Mitglieder haben wieder die besten Lokale des Landes getestet.

Über eine Gabel und 80 Punkte kann sich auch diesmal wieder der Neulengbacher Gastronom David Orsag vom „Weingartl“ freuen. Er koche in seinem Restaurant in gewohnt vielfältiger und qualitativ hochwertiger Manier österreichische Gerichte, so das Lob der Tester. Per E-Mail wurde David Orsag über die Auszeichnung informiert. Die Freude über die dritte Auszeichnung im Restaurant-Führer ist angesichts der Pandemie getrübt. So zuversichtlich wie der Falstaff-Chef blickt Orsag nicht in die Zukunft, viele Dinge würden derzeit noch in den Sternen stehen: „Was machen wir mit den Öffnungszeiten? Wie tun wir mit dem Personal? Wie viele Gäste kommen? Wir werden auch die Tests kontrollieren müssen, wer soll das machen?“

„85 Punkte und eine zweite Gabel wären schön. Das ist unser Ziel.“ Gastronomin Gertrude Geidel

David Orsag „schupft“ das Lokal derzeit gemeinsam mit seiner Frau. Speisen gibt‘s auf Bestellung zur Abholung. Die Speisekarte wurde verkleinert. „Es funktioniert halbwegs. Mit dem, was wir umsetzen, können wir Miete und Rechnungen zahlen, das war’s.“ Der Neulengbacher Gastronom hofft zumindest auf einen Kundenansturm gleich nach dem Ende des Lockdowns „so wie bei den Frisören.“ Dann werde sich das Ganze wieder stabilisieren, meint er.

Ebenfalls 80 Punkte und eine Gabel wurden auch diesmal wieder für das Mo‘s in Eichgraben vergeben. „Regionale Lieferanten und saisonale Gerichte stehen im Mittelpunkt des Lokals. In modernem Ambiente werden österreichische Küchenklassiker serviert. Kreative Gerichte ergänzen die Speisekarte“, so das Urteil der Falstaff-Tester.

Überzeugen konnte auch wieder das Restaurant „Zur Linde“ in Brand-Laaben. Wie im Vorjahr gab es für den Betrieb 83 Punkte und somit ebenfalls eine goldene Gabel. Bei Linden-Chefin Gertrude Geidel ist die Freude generell groß: „Sicher freuen wir uns, aber noch mehr freuen wir uns, dass wir wieder aufsperren dürfen.“

Die Inhaberin fiebert dem Eröffnungstag bereits entgegen. Alle vorgeschriebenen Maßnahmen könne man wie im Vorjahr umsetzen. Normalerweise kann Familie Geidel 40 Personen im Gastgarten und weitere 40 bis 50 Personen im Restaurant empfangen. „Durch den Zwei-Meter-Abstand werden es ein paar weniger sein“, so Gerti Geidel. Die erforderlichen Tests bereiten der Gastronomin derzeit keine Sorgen. Sie denkt, dass sich die Gäste schon an die Testungen gewöhnt haben, da sie diese eben auch für den Frisör brauchen.

„85 Punkte und eine zweite Gabel wären schön. Das ist unser Ziel für das nächste Mal“

Mit der Bewertung im Falstaff ist Gertrude Geidel sehr zufrieden. Das ist im Gourmetführer zu lesen: „Ein Landgasthaus, in dem 1895 auch schon Kaiser Franz Joseph zu Gast war. Bio-Alpenlachs aus Rohr im Gebirge, Entenfilet aus der Region. Im Weinkeller lagern erlesene Weine.“ Für den Restaurant & Gasthaus Guide 2022 hat sich die Laabenerin aber schon etwas vorgenommen: „85 Punkte und eine zweite Gabel wären schön. Das ist unser Ziel für das nächste Mal“, sagt die Gastronomin.