Debatte um Bahn in Maria Anzbach . Rote mokieren sich über Aussendung der Schwarzen. Ortschefin wundert sich: „Fünf Jahre war von SP nichts zu hören.“

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:04)
ÖBB/Deopito

„Mobilität, die niemanden zurücklässt“, mit diesem Slogan wirbt die Maria Anzbacher ÖVP und spricht sich für folgende Punkte aus: Sanierung der Haltestelle Maria Anzbach, verbesserte Taktfrequenz der Stationen Unter Oberndorf und Hofstatt, Entwicklung eines modernen und ökologisch ausgereiften Bussystems als sinnvolle Ergänzung zur Bahn.

Die Maria Anzbacher SPÖ meldet sich mit Kritik zu Wort: Die ÖVP habe sich 2017 für den Neubau der Maria Anzbacher Bahnstation ausgesprochen. SP-Spitzenkandidat Franz Ille: „Eine Bedingung für den Neubau war und ist die Schließung der beiden kleinen, schwach frequentierten Bahnhöfe.“ Jetzt wolle sich die ÖVP Maria Anzbach plötzlich aus wahltaktischen Gründen für den Erhalt der kleinen Stationen einsetzen, wettert Franz Ille. Das könne nur bedeuten, dass der Volkspartei die ehrliche Information der Bürger doch nicht so am Herzen liege.

VP-Bürgermeisterin Karin Winter zeigte sich erstaunt über die Kritik von SP-Seite: „Fünf Jahre war jetzt Zeit zum Arbeiten. Im Gemeinderat gab es in diesen fünf Jahren keine Wortmeldung von der SP. Sie hat sich aus dem Thema herausgehalten.“ Jetzt wolle die Partei Stimmung machen und erhoffe sich so Unterstützung von den Wählern.

Karin Winter hält fest, dass der Betrieb der kleinen Stationen bis mindestens 2025 gesichert sei. Bis dahin könne sich noch viel tun: „Wenn die Frequenz steigt, ist alles offen. Es ist noch möglich, dass sich die Pläne von VOR und ÖBB ändern.“ Entscheidend seien die Fahrgastzahlen, die mit einer attraktiveren Versorgung zusammenhängen: „Davon noch mehr Landespolitiker zu überzeugen dauert, aber es ist die beste Chance, die wir derzeit haben.“

Grundsätzlich gehe es nicht nur um die Haltestellen, sondern um eine Mobilität für alle: „Wir wollen, dass zum Beispiel auch Personen aus Burgstall oder Knagg zur Bahn kommen.“