Ende des Lockdowns: „Hoffen auf das Muttertagsgeschäft“. Neulengbach: Mit Lieferservice und Verkauf von Eigenware sowie Gartenpflege und -gestaltung hält man sich bei Kraic über Wasser.

Von Christine Hell. Erstellt am 28. April 2021 (04:07)
Ursula Kraic freut sich mit Töchterchen Alexandra darauf, wenn das Geschäft wieder komplett geöffnet werden darf.
Christine Hell, Christine Hell

Biomärkte im Freien, Supermärkte und landwirtschaftliche Gärtnereien dürfen Pflanzen und Bäume anbieten, nur gewerbliche Gärtnereien, wie das Unternehmen Kraic in Neulengbach eines ist, müssen geschlossen bleiben.

„Das bereitet mir schlaflose Nächte“, sagt Ursula Kraic im NÖN-Gespräch. Es sei nicht einzusehen, dass es da so einen Unterschied gibt, sagt sie, „obwohl das Angebot exakt das gleiche ist und im Betrieb absolut kein Unterschied zu erkennen ist.“

Zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden im Neulengbacher Fachbetrieb beschäftigt. „Einige Zeit haben wir uns mit Kurzarbeit durchgebracht, jetzt gibt es wieder Normalbetrieb für alle“, erklärt Ursula Kraic.

Und die Arbeiten im Bereich Gartenpflege und Gartengestaltung seien - mit allen Vorkehrungen zur Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden - ohne Unterbrechung durchgelaufen.

Auch ein Lieferservice ist eingerichtet, mit Beratung. Und auch Blumensträuße können vor Ort ausgesucht und gebunden werden. Sowohl Balkonblumen also auch Beetblumen und Gemüsepflanzen warten jetzt schon im Glashaus und im Freibereich auf die Käufer. „Wir haben eine Abholstation mit einer Kassa im Eingangsbereich aufgebaut“, erklärt Kraic. Und auf einem eigens abgegrenzten Freiraum dürfen die Kunden im Angebot der von Kraic selbst erzeugten Blumen und Pflanzen stöbern. „Wir verkaufen jetzt aber erst nur Pflanzen, die man auch schon pflanzen kann“, erklärt Kraic, denn für Paradeiser und frostempfindliche Blumen und Pflanzen sei es noch zu früh.

„Wir und unser Team hoffen sehr, dass wir am 2. Mai wieder öffnen dürfen"

„Das Problem ist, dass die Leute aber die volle Auswahl wollen und uns dann sogar beschimpfen und verärgert weggehen“, erklärt Ursula Kraic, das tue besonders weh und treffe sie hart, obwohl sie die Kunden sogar ein wenig verstehen könne. Es störe sie nicht, wenn Supermärkte Blumen verkaufen dürften, sagt die Unternehmerin, aber dass Supermärkte jetzt im Lockdown ihr Angebot sogar stark erweitert haben, das sei absolut nicht zu akzeptieren.

Trotzdem ist Ursula Kraic zuversichtlich: „Wir und unser Team hoffen sehr, dass wir am 2. Mai wieder öffnen dürfen. Nach all den Schwierigkeiten und Einbußen in den Lockdowns wünschen wir uns einen tollen Umsatz rund um den Muttertag.“

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