Harmonie: „Retten, was zu retten ist“. Seniorenhaus / Hunderte Unterschriften für Weiterführung des Heims wurden schon gesammelt. Gemeinde ist in Kontakt mit dem Land.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 18. Februar 2014 (23:59)
Die Stadträte Beate Raabe-Schasching und Josef Fischer ersuchten Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner um Unterstützung im Kampf um den Erhalt des Seniorenhauses Harmonie.
NOEN, Herbert Kaefer
Von Renate Hinterndorfer

NEULENGBACH, ST. PÖLTEN / Dass das Seniorenhaus „Harmonie“ in St. Christophen Ende dieses Jahres zugesperrt werden soll, wird in der Region Wienerwald nicht so einfach hingenommen.

Zahlreiche Unterschriftenlisten sind im Umlauf, liegen in Geschäften, Gasthäusern und auch am Neulengbacher Rathaus auf. Hunderte Menschen haben schon unterschrieben. „Da gibt es eine breite Bewegung“, berichtet Bürgermeister Franz Wohlmuth, der auch selbst die Liste unterschrieben hat. Der Ortschef erklärt gegenüber der NÖN: „Freilich kämpfen wir um das Heim. Das ist keine politische Geschichte, sondern eine menschliche. Mir geht es um die über 50 Mitarbeiter und vor allem auch um die älteren Dauerbewohner des Heims.“

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NOEN, Herbert Kaefer

Etliche Angehörige haben schon bei der Stadtgemeinde Neulengbach um Unterstützung gebeten, zahlreiche Gespräche wurden schon geführt: „Sowohl auf Gemeindeebene als auch privat hat es schon intensive Gespräche gegeben“, berichtet Wohlmuth. Die Gemeinde ist auch in Kontakt mit Landesrätin Barbara Schwarz. „Wir versuchen, alle Wege zu gehen, die möglich sind und zu retten, was zu retten ist“, betont der Bürgermeister.

Kaufinteressent aus der Region?

Gerüchte, dass es einen Interessenten aus der Region gibt, der das Seniorenhaus der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen kaufen möchte, will Franz Wohlmuth nicht kommentieren. Er hofft, dass eine Möglichkeit gefunden wird, zumindest einen Teil des Heims weiterzuführen.

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NOEN, Fotos: privat

Auch die Neulengbacher SP-Fraktion setzt sich (wie berichtet) für den Erhalt des Seniorenhauses ein. „Wir haben unsere Spitzenvertreterin in der NÖ Landesregierung von den Schließungsplänen und der aktuellen Petition informiert und sie gebeten, das Thema in der Sitzung der Landesregierung anzusprechen“, erklärte Stadträtin Beate Raabe-Schasching nach einem dringlichen Termin in der NÖ Landesregierung. Es sollen alle Möglichkeiten ausgelotet werden, die es geben könnte, um die „Harmonie“ zu erhalten bzw. die beste Lösung für Bewohner und Mitarbeiter gefunden werden. „Dafür hat Karin Renner ihre Unterstützung zugesagt“, freut sich Beate Raabe-Schasching.