Weichen für Supermarkt in Eichgraben wurden gestellt. Nicht alle sind mit Änderung des Bebauungsplans einverstanden. Ohne die Stimmen der Grünen wurde der Beschluss schließlich gefasst.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 20. November 2020 (03:22)
Im Eichgrabener Gemeinderat wurde heiß diskutiert, als die Änderung des Bebauungsplanes auf der Tagesordnung stand.
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Heiß diskutiert wurde in der Sitzung des Gemeinderates am 11. November die Bebauungsplanänderung in der Wiener Straße betreffend den geplanten Billa Neubau. Der geschäftsführende VP-Gemeinderat Bernhard Gruber betonte, dass es sich nicht um eine Änderung im Flächenwidmungsplan handelt, sondern nur des Bebauungsplans. Demnach kann nach den aktuellen Bestimmungen im Bauland-Wohngebiet zwar ein Supermarkt mit Dingen des täglichen Bedarfes errichtet werden, aber nicht in der von Rewe angestrebten Größe.

Grüne: „Nahversorger könnten leiden“

Die Grünen orten hier die Schaffung eines Exempels und fürchten, dass auch in Zukunft derartige Änderungswünsche, durch andere Konzerne, kommen oder sogar Gewerbezonen geschaffen werden könnten. Ebenso wurden von der Nationalratsabgeordneten und Gemeinderätin Elisabeth Götze Bedenken geäußert, dass die anderen Nahversorger unter einem neuen Supermarkt leiden könnten. VP-Bürgermeister Georg Ockermüller erklärte, dass es in Eichgraben keine verfügbaren Flächen gibt, wo Gewerbezonen entstehen könnten. „Außerdem verfolgen wir alle das gleiche Ziel, was die Zukunft von Eichgraben als naturnahen Ort betrifft. Ockermüller betonte auch, dass der REWE-Konzern alle Vorgaben der Gemeinde hinsichtlich Versiegelung oder Klimaschutz in die Planung habe einfließen lassen. Auch eine Änderung des Kaufverhaltens hinsichtlich der bestehenden Nahversorger hält er eher für unwahrscheinlich.

Ockermüller hat diese Bedenken nicht

„Kunden, die bei unseren Nahversorgen kaufen, werden das auch in Zukunft tun. Hier geht es um bewusstes Einkaufen und Regionalität“, so Ockermüller. Weiters berichtete er, dass der Rewe-Konzern entgegen der ursprünglichen Pläne den alten Billa in ein anderes Unternehmen des Konzerns umwandeln wird. Welcher Markt das sein wird, steht noch nicht fest.

Die Änderung des Bebauungsplans wurde mehrheitlich, ohne die Stimmen der Grünen beschlossen.