Petition für Betriebe an Neulengbachs Altem Markt. Während im Neulengbacher Ortszentrum die Geschäfte wieder besser gehen, ist im Alten Markt wenig los. Die Umleitung wegen der gesperrten Bahnunterführung hält Kunden ab.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:22)

Eine Onlinepetition hat Andreas Tandinger gestartet: Die Gemeinde soll Maßnahmen ergreifen, damit durch Bauprojekte möglichst wenig Verschlechterung für ortsansässige Unternehmen entsteht.

Tandinger betreibt seit Herbst ein Eisgeschäft im Alten Markt. Durch die Sperre der Unterführung aufgrund des Umbaus der Bahnstation hat er massive Umsatzeinbußen. Auch andere Unternehmer im Alten Markt klagen über den Ausfall von Kunden (die NÖN hat berichtet). Bis Mitte Oktober ist die Sperre angesetzt. Jetzt wird befürchtet, dass wegen Corona die Bauarbeiten noch länger dauern.

Hoffen auf Öffnung

In der Petition wird gefordert, dass noch einmal evaluiert wird, ob nicht doch eine Durchfahrt – zumindest im Einbahnsystem – ab sofort möglich ist. Außerdem soll ein barrierefreier Durchgang und eine Durchfahrt zumindest dann möglich sein, wenn die Bauarbeiten stehen, also wenn die Bauarbeiter ins Wochenende gehen. „Derzeit ist dies nur eingeschränkt möglich, da Passanten mit Fahrrad oder Kinderwagen keine Alternative haben, zu Fuß von der Bahnstraße in den Alten Markt sowie vice versa vom Alten Markt zur Bahnstraße und in den neuen Markt zu gelangen“, hält Tandinger fest.

Hilfreich wäre auch, wenn etwa beim Billa-Kreisverkehr auf einer großen Tafel die Zufahrt zum Alten Markt ersichtlich wäre. „Die Straßen sind schlecht beschildert und den Unternehmen stehen keine kostenfreien Werbemöglichkeiten durch Schilder entlang der Bundesstraßen zur Verfügung“, beklagt der Unternehmer. Auch andere kostenfreie Werbemöglichkeiten wünschen sich die Firmenbetreiber.

Der Initiativantrag solle die Verantwortlichen in Neulengbach beauftragen, durch geeignete Maßnahmen den Alten Markt samt seiner ansässigen Unternehmen zu retten, fasst Andreas Tandinger zusammen. Er wünscht sich 500 Unterschriften. 136 Unterschriften seien erforderlich, damit der Initiativantrag an die Gemeinde übergeben werden kann, so Tandinger.