„Jeder spürt, dass es so nicht weitergeht“: Mitmach-Region entsteht

Erstellt am 17. August 2022 | 05:41
Lesezeit: 2 Min
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Eva Grassl (2. v. l.) interessiert sich für die Mitmach-Region und plauderte am Freitag mit Michaela Schmitz, Helmut Wieser und Erwin Schwarzmüller vom Kernteam bei einem Kaffee beim Raum_Wagen über das Projekt.
Foto: Hinterndorfer
Ein Kernteam will mit den Menschen im Ort und in der Region Lösungen für ökologische und soziale Fragen der Zeit umsetzen.
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100 Mitmach-Regionen sollen im deutschsprachigen Raum entstehen, eine davon wird gerade in Neulengbach aufgebaut. Ein Kernteam hat sich gebildet: Christiane Aschauer, Fanya Palikruschewa, Karin Peter, Michaela Schmitz, Erwin Schwarzmüller und Helmut Wieser wollen mit den Menschen im Ort und in der Region Lösungen für die drängenden ökologischen und sozialen Fragen der Zeit umsetzen.

„Die vier Kernthemen sind nachhaltige Ernährung, Energie und Verkehr, sozialer Zusammenhalt sowie Finanzen und Wirtschaft“, erläutert Helmut Wieser. Es gehe darum, mit den Menschen die Umsetzung der 17 SDGs der UNO (siehe Infobox) voranzubringen, betont der Architekt.

Man wolle die Menschen dazu bringen, zusammenzuarbeiten und bestehende Initiativen mehr zu vernetzen. So will man etwa das Elektromobil, das Eltern-Kind-Zentrum, die Plattform Gesund Leben, das Speiselokal und die Radlobby ins Boot holen. „Ich möchte auch die Community Nurses ansprechen“, sagt Michaela Schmitz, die Obfrau des Vereins Raum_Wagen, der die Initiative trägt.

Erwin Schwarzmüller merkt an, dass es schon viel an Kreativität gäbe: „Wissen ist da. Es entsteht jetzt mehr Bereitschaft, etwas zu tun, weil jeder spürt, dass es so nicht weitergeht.“ Das Potenzial müsse gestärkt und vernetzt werden, so Schwarzmüller.

Erstes Etappenziel der Mitmach-Region ist ein Festival im Frühling 2023. Jeden Freitag von 10 bis 13 Uhr treffen sich Interessierte beim Raum_Wagen, der beim Speiselokal in der Wiener Straße 25 steht.

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