Nix zu lachen: Neulengbacher Gilde sagt Faschingssitzungen ab

Erstellt am 20. Januar 2022 | 05:29
Lesezeit: 3 Min
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Gildenpräsidentin Christa Berger (l.) und Kassaprüferin Martha Gruber bedauern, dass die Faschingssitzungen im Februar nicht stattfinden können.
Foto: privat
„Spaß danach“ im Februar ist abgesagt. Stattdessen gibt’s Events im November.
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Die im Februar geplanten Faschingssitzungen werden abgesagt. Zu diesem Entschluss ist die Faschingsgilde Neulengbach gekommen. 50 Akteure auf der Bühne und rund 10 Personen im Backstage- und Technik-Bereich hätten wieder für unterhaltsame Stunden im Fasching gesorgt.

Doch aufgrund der steigenden Covid-19-Zahlen, der Verunsicherung in der Bevölkerung und der Gefahr eines Clusters im Ensemble wurde jetzt eine Terminverschiebung auf November beschlossen.

Gildenpräsidentin Christa „Tschelsie“ Berger sagt auf Anfrage der NÖN: „Im Sommer waren wir wirklich noch sehr zuversichtlich. Wir haben gehofft, dass wir im Fasching 2022, also zwei Jahre nach dem Ausbruch von Corona, schon das Schlimmste hinter uns haben.“

Der Titel für die Faschingssitzungen lautete daher „Der Spaß danach.“ Beim Narrenwecken am 11.11. wurden Plakate verteilt und es wurde der Kartenvorverkauf begonnen. Im Lockdown vor Weihnachten kam der Gildenpräsidentin dann zum ersten Mal der Gedanke, dass es vielleicht doch nichts werden würde.

Keine Proben, viel Unsicherheit

„Man konnte sich plötzlich im November nicht mehr zu den Proben treffen und wir wussten ja auch nicht, wie lange dieser Zustand andauern wird.“ Mit der Verschärfung der Maßnahmen zu Silvester war dann klar, dass es eng wird mit der Durchführung der Faschingssitzungen.

„Die Karten für die Sitzungen sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk, aber auch da hat sich schon die Verunsicherung in der Bevölkerung gezeigt. Wir hatten ein Minus von 70 Prozent bei den Reservierungen“, so Berger, die volles Verständnis dafür hat, dass das Publikum abwartet und eher kurzfristig bucht.

Die bereits gebuchten und bezahlten Karten wurden bereits rückerstattet.

Die Faschingsgilde hat beschlossen, erst im November aufzutreten. Der Programm-Titel wurde von „Der Spaß danach“ auf „Zwischensitzung“ umbenannt. Das traditionelle Narrenwecken kann direkt in eine der Sitzungen eingebaut werden.

Ganz untätig wird die Gilde aber nicht sein, denn bis Faschingsdienstag regieren ja noch die Narren in der Stadt. „Anstelle der Sitzungen werden wir jetzt einiges aus der Regierungserklärung umsetzen können“, kündigt Christa Berger an.

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