Kein Zebrastreifen. Jetzt ist es fix / Zum Abenteuerspielplatz wird kein Schutzweg errichtet, weil die Fußgängerfrequenz zu niedrig ist.

Erstellt am 30. Juni 2014 (16:36)
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EICHGRABEN / Dass es zum Abenteuerspielplatz keinen Schutzweg über die gefährliche Bundesstraße gibt, sorgt immer wieder für Kritik. „Der Besuch des Spielplatzes wird für Kinder und Eltern ein Spießrutenlauf“, ärgern sich etwa die Grünen.

Wie Bürgermeister Martin Michalitsch berichtet wurden beim Spielplatz in den vergangenen Monaten einige Behörden aktiv: „So hat die Volksanwaltschaft aufgrund von Anrainerbeschwerden das Projekt geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass alle Rechtsnormen eingehalten wurden und das Verfahren somit abgeschlossen werden konnte.“

Nicht positiv erledigt werden konnte der Wunsch nach einem Zebrastreifen. Eine Erhebung an einem sonnigen Tag habe nicht die erforderliche Anzahl an Fußgängern ergeben. „Die Sachverständigen gehen davon aus, dass bei einer zu geringen Frequenz eine erhöhte Gefährdung der Fußgängerinnen und Fußgänger am Schutzweg gegeben ist“, so Michalitsch. Daher wird seitens der Bezirkshauptmannschaft kein Schutzweg verordnet. In Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei Neulengbach habe die Marktgemeinde Eichgraben aber das bestmögliche getan, um Autofahrer aufmerksam zu machen, betont Martin Michalitsch.

Laut Straßenverkehrsordnung besteht die Verpflichtung anzuhalten, sobald ein Kind eine Straße queren möchte. Der Ortschef appelliert an alle Autofahrer, diese Regel zu beachten und speziell beim Spielplatz das Tempo anzupassen.

Thema Sicherheit hat Priorität

Michalitsch betont, dass er dem Thema „Sicherheit im Straßenverkehr“ weiterhin höchste Aufmerksamkeit widmen und jede Möglichkeit nützen werde, um sachgerechte Verbesserungen zu erreichen. „Wenn zu einem späteren Zeitpunkt die gesetzlichen Voraussetzungen zur Errichtung eines Schutzweges gegeben sind, werden wir unverzüglich handeln“, sagt der Bürgermeister.