Jugendtheater: Gelungene Produktion. Der Kirchstettener Pädagoge führte Regie bei „Cyrano de Bergerac“ in Göttweig. Es gab Standing Ovations.

Von Ernst Klement. Erstellt am 17. August 2018 (05:06)
Cyrano de Bergerac wurde von den jugendlichen Schauspielern und Thomas Koller hervorragend auf die Bühne gebracht.
Ernst Klement

Am Freitag fand die Premiere von „Cyrano de Bergerac“ im Stift Göttweig statt. Aus dem geplanten Open Air wurde aufgrund des Regens nichts, doch das jugendliche Ensemble unter der Leitung von Regisseur Thomas Koller aus Kirchstetten hatte extra eine eigene „Indoor-Fassung“ erarbeitet. Dem Publikum wurde eine temporeiche tragikomische Theaterproduktion geboten.

Thomas Koller sagt: „Seit 2014 darf ich als Regisseur das Sommertheater im Stift Göttweig leiten. Und es macht immer wieder Spaß, mit jungen Menschen zu arbeiten. Manche sind seit dem ersten Mal dabei, andere sind neu dazugestoßen – und innerhalb kürzester Zeit ist auch dieses Ensemble wieder fest zusammengewachsen.“

Die jungen Talente zeigten allesamt höchstes Schauspielniveau. Matthias Schmid war als geistreichen, aber unsicherer Cyrano auf der Bühne. Die Kirchstettnerin Hannah Koller gab die wunderbar naive Roxane. Das Premierenpublikum dankte für die professionelle Aufführung voller Emotionen mit minutenlangen Standing Ovations, bevor auch Jugendhausleiterin Martina Reisinger und Abt Columban Luser gratulierten.

Bereits vor zwei Jahren brillierten Thomas Koller und seine jungen Schauspieler mit dem Jedermann, vor vier Jahren wurde „Nathan der Weise“ erfolgreich in Göttweig auf die Bühne gebracht.

Kollers klares Regiekonzept forderte die jungen Akteure und ihre kreative Fähigkeit auch heuer wieder. Auch Abt Columban Luser war voll des Lobes: „Was die heutige Jugend leistet, ist begeisternd. Thomas Koller ist es wieder einmal gelungen, Göttweig zu verzaubern und zu begeistern.“

In der romantischen Komödie dreht sich alles um Cyrano, der unter seiner riesigen Nase leidet. Er ist unsterblich in seine Cousine Roxane verliebt, die aber einem nichtssagenden Schönling ihr Herz geschenkt hat.