Seelsorger im Spital: „Das ist neu und herausfordernd“

Martin Hochedlinger wird ab 1.9. Aushilfspfarrer im Pfarrverband Böheimkirchen, Kirchstetten-Totzenbach und Maria Jeutendorf sowie neuer Leiter der Seelsorge im Uni-Klinikum St. Pölten.

Erstellt am 27. August 2021 | 04:32
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Martin Hochedlinger wird im Pfarrverband und in St. Pölten aktiv sein.
Foto: privat

Im Pfarrverband Böheimkirchen, Kirchstetten-Totzenbach und Maria Jeutendorf gibt es ab 1. September einen neuen Aushilfspfarrer: Martin Hochedlinger. Er wird dort Sonn- und Feiertagsmessen feiern. Pfarrer Kingsley Uzor freut sich: „Es ist wunderbar, dass ich zukünftig unterstützt werde.“

Martin Hochedlinger übernimmt außerdem die Leitung der Krankenhausseelsorge im Universitätsklinikum St. Pölten.

Leichte Entscheidung dank gesammelter Erfahrungen

„Meine Aufgabe im Klinikum ist sicherlich etwas Neues und Herausforderndes und sicher anders als die Aufgabe eines Priesters in den Pfarren“, sagt Hochedlinger. Er sehe die Krankenhaus-Seelsorge aber als besonders wichtigen und zentralen christlichen Auftrag und er übernehme diese Aufgabe gerne, nachdem sein Vorgänger Pfarrer Kurt Schrattmaier seinen Ruhestand angetreten hat.

„Ich vermute, dass die Wahl auf mich gefallen ist, weil ich bereits seit 2017 Notfall-Seelsorger für die Diözese St. Pölten und zudem beim Bergrettungsdienst in Kirchberg an der Pielach bin“, mutmaßt der Priester.

Aufgrund der bisher gesammelten Erfahrungen sei ihm die Entscheidung, das Amt des Krankenhausseelsorger-Leiters zu übernehmen, leicht gefallen. Er weiß, dass seine neue Tätigkeit von vielen seelsorglichen Gesprächen mit Menschen in allen möglichen Lebenssituationen geprägt sein wird, besonders bei der Bewältigung von Krankheit, Leiden und Sterben.

„Mein Herzensanliegen ist es auch, ein gutes Verhältnis zum Personal des Universitätsklinikums und den angeschlossenen Institutionen aufzubauen, denn besonders sie benötigen viel Kraft und Verständnis für ihre Tätigkeit in dieser für uns alle herausfordernden Zeit. Sie sollen erfahren, dass sie nicht allein sind und ich mit meinem Seelsorgerteam für sie da bin“, sagt Hochedlinger.

Das Mitleiden mit den Patienten sei etwas sehr Wichtiges, dabei scheine es aber notwendig, eine gesunde Distanz aufzubauen, ist sich Hochedlinger bewusst, er sagt „ich habe das Ziel, Kranke kompetent und einfühlsam seelsorglich zu betreuen.“

Martin Hochedlinger ist 46 Jahre alt und stammt aus Neu stadtl an der Donau. Nach der Pflichtschule erlernte er den Beruf des Einzelhandelskaufmanns. Mit 24 entschloss er sich, Polizist zu werden. Nach der Absolvierung der Polizeischule war er an verschiedenen Polizeiinspektionen im Dienst.

Zuerst Polizist, dann Priester

„Ich will versuchen, mit dem Herzen zu sehen und immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Sorgen der Gemeindemitglieder in den Pfarren zu haben“, sieht Martin Hochedlinger den neuen Aufgaben freudig entgegen.

Als Priester war Hochedlinger bisher in verschiedenen Pfarren eingesetzt, zunächst in Maria Anzbach und Eichgraben, danach in Nöchling und Dorfstetten. Zuletzt war er als Priester in die Pfarren Kirchberg an der Pielach, Schwarzenbach an der Pielach und Frankenfels. „Ich freue mich auf meine beiden neuen Aufgaben“, sagt der Geistliche.