Asperhofener Ranch: „Kürbis ist intensivste Handarbeit“. Familie Klingenbrunner pflanzt jetzt Kürbisse für die kommende Saison an. 180 Sorten wird es im Herbst auf der Ranch geben.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 27. Mai 2021 (05:22)
Über 180 Kürbissorten hat die Asperhofener Familie im Sortiment. Am Foto: Franz Klingenbrunner mit seinen Töchtern Laura (l.) und Paula sowie Frau Adele und Hunde „Motte“.  Foto: Veraszto
Veraszto

Die Kürbisranch der Familie Klingenbrunner wird in der kommenden Saison ihren Kunden rund 180 verschiedene Sorten präsentieren. Seit April hat Kürbisbauer Franz Klingenbrunner empfindliche Sorten im Glashaus vorgezogen.

Insgesamt 10.000 Pflänzchen warten nun darauf, gemeinsam mit den anderen Sorten, in die Erde zu kommen. „Die Butternuss ist zum Beispiel etwas empfindlich in unserem Gebiet. Das Klima ist nicht so optimal“, sagt der Kürbisbauer.

10.000 Pflanzen aus dem Glashaus werden derzeit angepflanzt. Am Foto: Franz Klingenbrunner mit Tochter Paula und Frau Adele. Foto: Veraszto
Veraszto

Halloween-Kürbisse, Zierkürbisse, Speisekürbisse und auch Ölkürbisse wachsen jedes Jahr auf dem rund zehn Hektar großen Feld. „Momentan sind die Speisekürbisse sehr beliebt. Früher war das anders. Als wir 1997 angefangen haben, hatte der Kürbis keinen guten Ruf“, erzählt Klingenbrunner.

Das schlechte Wetter der vergangenen Tage ist aber für die Kürbispflanze alles andere als gut: „Der Kürbis wächst langsam und geht schlecht auf. Für die konventionelle Landwirtschaft ist es gut, wenn es regnet. Für uns ist es gut, wenn es ein trockenes Jahr ist“, so der Asperhofener.

Damit die Kürbisse mehr Wärme bekommen, arbeitet Klingenbrunner seit heuer mit einer neuen schwarzen Folie aus Maisstärke. Diese speichert die Wärme für die Kürbisse und verrottet nach einiger Zeit.

„Während die Kürbisse wachsen, haben wir relativ viele Pflegearbeiten zu erledigen. Der Kürbis ist intensivste Handarbeit. Es gibt keine großartigen Unkrautbekämpfungsmittel für den Kürbis. Wir reinigen die Zeilen selbst. Die ganze Familie hilft mit“, so Klingenbrunner. Die Ernte der Kürbisse beginnt dann Mitte August und dauert bis Ende September.

Ein neuer Hotspot für Influencer

In der vergangenen Saison konnte die Familie trotz Corona viele Besucher auf der Ranch begrüßen. „Der Kundenandrang war wirklich gut“, erzählt der Kürbisbauer.

Neben Familien und Pärchen waren aber auch viele Influencer auf der Kürbisranch unterwegs. Sie nutzten das Ambiente und die unzähligen Kürbisse, um für ihren Instagram-Auftritt Fotos zu machen.

„Sie kommen her, ziehen sich drei Mal um und machen einfach Fotos. Drei Instagramer pro Woche waren da und die erkennst du sofort“, scherzt Klingenbrunner. Die Bilder sind aber eine gute Werbung. „Wir haben früher nicht so ein junges Publikum gehabt.“

Welche Kürbissorten angepflanzt werden, orientiert sich an der Nachfrage der Kunden, erzählt Klingenbrunner. Die Familie versucht aber stets, neben den üblichen Sorten wie Butternuss und Hokkaido, auch exotischere Kürbisse heranzuziehen.

Beliebt war letztes Jahr zum Beispiel der japanische Kürbis „Kabocha“, aber auch der afrikanische „Gem Squash“ wird von der Familie angebaut. „Wir probieren immer wieder neue Sorten aus und die Leute probieren diese auch gerne.“ Öffnen wird die Kürbisranch am 1. September.