Ein Zeichen gegen Gewalt. Über Maßnahmen der Stadt nach dem Mord.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 05. Mai 2021 (03:30)

Kaum waren die Meldungen über den Mord in Neulengbach weniger geworden, da gab es die nächsten Schlagzahlen wegen eines Femizids: In Wien wurde eine 35-Jährige erschossen. Wieder dürfte es sich um eine Beziehungstat handeln. Neun Frauen wurden in Österreich in den ersten vier Monaten dieses Jahres umgebracht.

Frauengewaltschutzorganisationen fordern 3.000 zusätzliche Jobs in der Gewaltprävention und eine drastische Aufstockung des Budgets.

Auch die Stadtgemeinde Neulengbach ist nach dem Mordfall in ihrer Gemeinde nicht tatenlos: Über alle Parteigrenzen hinweg wurde beschlossen, dass verstärkt Maßnahmen zum Gewaltschutz gesetzt werden sollen. Ein eigenes Forum wird eingerichtet. Wenn jemand eine Bluttat plant, wird das die Gemeinde nicht verhindern können. Aber sie kann ein Zeichen setzen, einen Beitrag zur Sensibilisierung leisten. Das funktioniert in einer kleinen Stadt vielleicht noch besser als in einer Millionen-Metropole.