Für das Wohl der Patienten. Über den Apotheken-Streit in Atlengbach

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 12. Juni 2019 (03:12)

Es ist eine bittere Pille für Günther Malli, dass er seine Hausapotheke verloren hat. Und für die Patienten, die es gewohnt waren, gleich beim Arzt ihre Pulverl und Salben zu bekommen, ist es eine große Umstellung, dass sie jetzt extra in die Apotheke fahren müssen.

Das ist nicht einfach, vor allem für ältere Menschen. Aber die Gerichte haben entschieden, dass die Hausapotheke weg muss, nachdem es in Altlengbach eine öffentliche Apotheke gibt.

Dass jetzt in der Gemeinde Stimmung gegen die öffentliche Apotheke gemacht wird, ist nicht in Ordnung. Gerüchte kursieren, dass die Versorgung mit Medikamenten gefährdet sei. Diese Panikmache ist völlig fehl am Platz.

In vielen anderen Gemeinden kommen Ärzte und Patienten auch ohne ärztliche Hausapotheke aus, und das Miteinander von Arzt und Apotheker funktioniert. Das ist in Altlengbach nach der Umgewöhnung hoffentlich auch bald der Fall. Denn beide Seiten betonen ja, dass sie nur eines im Auge haben: das Wohl der Patienten.