Gut gemeint ist nicht immer gut. Über eine Kundgebung für die Wirte.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 24. Februar 2021 (03:20)

Seit rund 30 Jahren hat es das Chinarestaurant in Unterthurm gegeben. Jetzt ist Schluss. Die Corona-Pandemie hat die Betreiber zur Schließung veranlasst.

Der lange Lockdown liegt den Gastronomen schwer im Magen. Viele versuchen, mit Abholservice über die Runden zu kommen. Das ist aber auf Dauer keine Lösung. Mit den Förderungen klappt es auch nicht bei allen.

Um auf die Sorgen in der Branche aufmerksam zu machen, hat Stephan Teix am Montag eine Kundgebung auf dem Buchberg organisiert. Man könne kleine Betriebe, die mit Herzblut geführt werden, nicht monatelang zugesperrt lassen, ist das Credo. Die Wirte wollen Planbarkeit und faire Maßnahmen. Darum sollte es bei der Kundgebung gehen. Den beiden Gastrednern ging es aber um Kritik an Polizei und Vorschriften, und nicht um die Sorgen der Wirte. Der Ärger beim Veranstalter war entsprechend groß. Seine Aktion war gut gemeint, aber gut für die Wirte war sie wohl nicht.