Mayer macht Schritt zurück. Renate Hinterndorfer über ein Posting und seine Folgen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 29. August 2017 (05:16)

Wenn ein schwarzer Gemeinderat am Wirtshaustisch gegen die Grünen wettert, wird das kaum hohe Wellen schlagen. Anders schaut es aus, wenn ein schwarzer Gemeinderat im Internet auf eine andere Partei hinhaut. Das hat in Kirchstetten der geschäftsführende Gemeinderat Johann Mayer zur Kenntnis nehmen müssen. Sein Posting „Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt“ hat für Aufregung gesorgt. Konsequenzen wurden gefordert.

Dass sich Bürgermeister Paul Horsak nicht gleich von dem Sager distanziert hat, hat verwundert. Dann fand er aber doch klare Worte, dass derartige Äußerungen nicht tragbar sind.

Johann Mayer bedauert seine verbale Entgleisung. Er hat sich sowohl beim Grünen Gemeinderat Gerhard Waldschütz als auch beim Ortschef entschuldigt. Und er hat seine Funktion als geschäftsführender Gemeinderat zurückgelegt. Das ist die logische Konsequenz. Die Optik wäre keine gute gewesen, wenn man einfach zur Tagesordnung übergegangen wäre. Denn wer ein öffentliches Amt bekleidet, muss sich überlegen, was er wo von sich gibt.