Noch immer Vorbehalte. Renate Hinterndorfer über Frauen an der Gemeindespitze.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 14. August 2018 (05:00)

Dass die Wienerwald Initiativ Region in irgendeinem Bereich besonders auffallen würde, kann man nicht behaupten.

In einem Punkt ist der Verband der acht Gemeinden allerdings Spitze, und zwar wenn es um die Zahl der Bürgermeisterinnen geht. In ganz Österreich gibt es derzeit nur 161 Ortschefinnen. In der WIR gibt es mit Karin Winter in Maria Anzbach und Katharina Wolk in Asperhofen schon jetzt zwei, im Herbst wird mit Irmgard Schibich in Neustift-Innermanzing eine dritte dazukommen.

Gemeindebund-Chef Alfred Riedl will insgesamt mehr Frauen an der Spitze sehen. Ob sein Wunsch so schnell in Erfüllung gehen wird, ist fraglich. Denn wie Katharina Wolk und Karin Winter bestätigen, sind Frauen in der Bürgermeisterfunktion mit Vorbehalten und Vorurteilen konfrontiert: Man brauche schon eine dicke Haut.

Die Arbeit an der Gemeindespitze ist sowieso nicht ohne. Die Aufgaben sind vielfältig, die Verantwortung ist groß. Wenn dann noch Untergriffe dazukommen ist es nicht verwunderlich, dass „frau“ sich nicht ums Bürgermeisteramt reißt.