Opposition der anderen Art. Über eine heiße Diskussion in Neulengbach.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 16. September 2020 (02:14)

Das Klima zwischen der Neulengbacher Volkspartei und der Liste Heiss ist eisig, das zeigte sich einmal mehr bei der Gemeinderatssitzung. VP-Finanzstadtrat Florian Steinwendtner präsentierte den Nachtragsvoranschlag.

Die Vorlage enthält Fehler. Das war ein gefundenes Fressen für Alois Heiss: Der frühere VP-Vizebürgermeister und jetzige Liste-Heiss-Chef wollte gar nicht mehr aufhören, über den Voranschlag zu wettern. Drei Tage habe es ihn gekostet, um das Papier zu zerpflücken, merkte er an. Und schließlich meinte er, Dinge im Voranschlag würden Erinnerungen an die Commerzialbank Mattersburg wecken. Kontrolle der Opposition ist notwendig, Kritik ist legitim. Aber solche Aussagen gehen eindeutig zu weit.

Wie sich herausstellte sind die Fehler auf Mängel im Computerprogramm zurückzuführen. Das wussten die meisten Stadtpolitiker, aber der Finanzstadtrat hätte noch einmal darauf hinweisen müssen. Dann wäre die Diskussion vermutlich anders gelaufen.