Trotzdem zur Wahl gehen. Über die Gefahr steigender Politikverdrossenheit.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 17. September 2019 (03:27)

Geh‘ hör mir doch auf mit der Politik – das ist momentan oft zu hören. Kein Wunder, angesichts des Theaters, das auf der bundespolitischen Bühne gerade gespielt wird. Viele Bürger sind froh, wenn der Wahlkampf für die Nationalratswahl endlich vorbei ist. Dann geht‘s aber gleich weiter mit den Gemeinderatswahlen – der nächste Wahlkampf steht ins Haus.

In der Region Wienerwald wird’s durchaus spannend: Wie geht es in Neulengbach weiter? Tritt Franz Wohlmuth noch einmal an? Oder gibt’s einen Vorzugsstimmen-Wahlkampf unter den anderen Interessenten? Spannung ist auch in Altlengbach garantiert, wo erstmals Anita Fisselberger gegen die VP antritt.

Zu hoffen ist, dass der Wahlkampf nicht schmutzig wird. Und dass die Politikverdrossenheit der Bürger nicht noch größer wird. In Neulengbach etwa gingen bei der letzten Gemeinderatswahl nur 56 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne. Wenn es noch weniger werden, schaut‘s echt traurig aus.