Unfassbare Brutalität. Über die Frauenmorde.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 28. April 2021 (03:30)

In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden acht Frauen in Österreich ermordet. Zwei dieser Todesopfer haben einen Bezug zur Region: Im März wird eine 35-jährige gebürtige Asperhofenerin in Wien mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Anfang April stirbt die schwerst verletzte Frau. Mutmaßlicher Täter: der Ex-Partner.

Wenige Wochen später die nächste unfassbare Meldung: In Neulengbach wird eine 64-Jährige mit Hammerschlägen und Messerstichen getötet. Mutmaßlicher Täter: der Lebensgefährte. Er legt ein Geständnis ab.

Die Bestürzung angesichts solcher Brutalität ist groß. Was geht in einem Menschen vor, der zu so einer Tat fähig ist?

Der Ruf nach Maßnahmen zur Gewaltprävention wird wieder laut – so wie jedes Mal, wenn sich so eine Tragödie abspielt. Man kann nur hoffen, dass der Ruf gehört wird und das Thema nicht in ein paar Tagen wieder untergeht. Gerade in Zeiten einer Pandemie, wo sich alles um die Virusbekämpfung dreht.