Vielfalt geht verloren. Über das Wirtshaussterben.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 15. Oktober 2019 (03:33)

Das Wirtshaussterben geht in Neulengbach weiter. Anfang Oktober hat der St. Christophener Wirt Karl Schmölz sein Lokal zugesperrt. Einer der Hauptgründe: Personalmangel.

Jetzt wurde bekannt, dass Ende Oktober Michael Flois sein „Schmankerl“ in der Wiener Straße in Neulengbach zusperrt. Grund: Personalmangel.

Die Schließungen sind bitter für die Stadt. Beide Wirtshäuser waren alteingesessene, gut gehende Betriebe. Beiden Wirten fällt es nicht leicht, ihre Stuben für immer zuzusperren.

Auch in anderen Gemeinden werden die Wirtshäuser weniger, ob in Brand-Laaben, Maria Anzbach oder Eichgraben, überall wurden in den vergangenen Jahren traditionelle Gaststätten zugesperrt. Damit gehen wichtige Orte der Geselligkeit und der Kommunikation verloren. Und wenn es so weitergeht mit dem Wirtshaussterben, dann geht auch die kulinarische Vielfalt schön langsam verloren. Leberknödelsuppe, Tafelspitz und Palatschinken gibt‘s dann bald nur mehr daheim.