80er-Elf verliert Schmähbruder. Nimmt Abschied von einem Großen der SVN-Familie.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 24. April 2019 (02:26)

Völlig unerwartet ist Günter Pechhacker im Alter von nur 62 Jahren in Wien verstorben. Pechhacker war in der legendären SVN-Ära der klassische Flügelstürmer, der mit seiner quirligen Art die Abwehrreihen schwindlig spielte.

An der Seite der ehemaligen Teamspieler Helmut Weigl, Rene Latzke, Richi Sobjesiak, Rudi Kirch sowie der eigenen SVN-Talente Harry Unterhuber, Franz Steigberger, Karl Lamp und Ernst Klement gehörte er wegen seiner menschlichen Qualitäten zur Stammelf der 80er Jahre, die von Meistertitel zu Meistertitel jagte.

Aber auch abseits des Spielfelds war Pechhacker erfolgreich. Der Diplomingenieur studierte noch Psychologie und fungierte nach seiner aktiven Karriere als Mentalcoach beim österreichischen Fußball-Nationalteam — neben seinem Zivilberuf als Personalmanager!

Sein zweites Hobby nach Fußball war das Kabarett. Mit einem Auftritt im Stadtsaal von Neulengbach unterstützte er zuletzt noch den SVN finanziell.

Vor acht Wochen war Pechhacker aber bei einem Trainingslauf plötzlich zusammengebrochen. Trotz neuem Kunstherz und acht Wochen im künstlichen Tiefschlaf hat er sich im AKH Wien nicht mehr erholt und ist vorige Woche verstorben. Die Fußfallfamilie der Region trauert um eine Legende.