Besserwisser in sozialen Medien. Über die Impfdiskussion nach einem Herzstillstand bei Fußballspiel.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 15. September 2021 (01:34)

Dass Franz Steigberger die Partie pfiff, als der Badener Izet Jasarevic bewusstlos zusammenbrach, war wohl dessen Glück. Mit all seiner Routine bewahrte die Neulengabcher Schirilegende kühlen Kopf und ordnete die notwendigen Sofortmaßnahmen an. Jasarevic geht es bereits den Umständen entsprechend gut. Verengte Arterien sollen der Auslöser für den Zusammenbruch gewesen sein, die genaue Ursache ist noch nicht klar.

Wie im „Fall Eriksen“ bei der WM stand in den sozialen Medien die Schuldfrage aber gleich fest: Eine Covid-19-Impfung hätte den Herzstillstand verursacht. Eine reine Mutmaßung! Ja, Jasarevic ist geimpft, wie rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit. Einen Zusammenhang zwischen Impfung und Zusammenbruch zu konstruieren, ist durch nichts belegt.

Allerdings wird auch jeder Impfling vor dem „Stich“ über mögliche Nebenwirkungen informiert. Von Sportausübung in der ersten Woche nach der Impfung wird ausdrücklich abgeraten. Also allen Sportlern sei nochmals Vorsicht empfohlen. Lieber eine Woche nach dem Stich aussetzen! Eine Impfdiskussion ist aber deswegen völlig unangebracht.