Erstellt am 10. Juli 2018, 01:01

von Claus Stumpfer

Fünf Tore kein Kaufargument. Claus Stumpfer über Schönfelds pedantische Stürmerauswahl.

Der ATSV Schönfeld hatte in der Transferzeit seine Problemzonen fest im Blick. Vor allem die Leerstelle vor dem Tor konnte nach dem endgültigen Karriereende von Günther Knabe gefüllt werden. Zwar ist die Achillesverletzung des slowakischen Legionärs Lubomir Dite noch nicht ganz ausgeheilt, doch bis zum Saisonstart hofft Trainer Christian Hasenberger fest, dass der Ex-Pottenbrunn-Goalie fit wird. Man hat aber auch einen Alternativplan. Als Zweiergoalie wurde Sadri Thaqi von Maria Anzbach losgeeist. Gegen den SC St. Pölten zeigte auch er sich bombensicher, vereitelte unter anderem in einer 1-gegen-1-Situation den 0:1-Rückstand.

Der 8:1-Sieg gegen den Absteiger lässt zwar kein Stürmerproblem erkennen, allerdings war der Gegner, mit dem man in der letzten Saison noch in einer Liga gespielt hat, für echte Rückschlüsse zu schwach. Hasenberger reichten daher sogar fünf Tore von Testpilot Jozef Grubic nicht, um sofort den Vertrag mit ihm zu unterschreiben. Ganz traut man der Fitness des Tschechen nicht, weil er einen Verband unterm Knie getragen hat. Sollte Grubic aber der erhoffte Knipser sein, dann ist mit Schönfeld heuer zu rechnen. Vorausgesetzt der Stürmer unterschreibt vorher nicht woanders. Weil manchmal rächt sich pedantisches Handeln auch.