Kadlec motiviert wie lange nicht. Claus Stumpfer über die fixe Größe beim SV Maria Anzbach.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 27. November 2018 (02:42)

Es war anlässlich seines 50. Geburtstags, als Andi Kadlec eine Sinnkrise in Sachen Fußball durchlebte. Als Obmann hatte er sich bereits zurückgezogen und das Zepter an Heinz Horn weitergereicht. Zu seinem runden Geburtstag verabschiedete er sich dann auch als Kassier. Nur als Geldgeber ist er dem Klub stets erhalten geblieben. Seine Macht als Strippenzieher kam in der Funktion des Präsidenten zum Ausdruck. Dank Kadlec ging es dem Klub nie schlecht. Dabei musste er gar nicht immer selbst die Rechnungen bezahlen. Kadlec versteht sich halt in Sachen Geldakquise.

Die neue Fußballanlage? Ohne ihn wäre sie wohl nie verwirklicht worden. Nur seinen sportlichen Ehrgeiz hat Kadlec zurückgeschraubt. In seiner ersten Saison als Obmann wollte er den Titel noch mit Geld kaufen. Vier Landesligaspieler wurden geholt, doch bis sie als Mannschaft funktioniert haben, war die Meisterschaft gelaufen. Und es gab bald keine Einheimischen mehr beim Klub.

Genau das soll aber nie wieder passieren. Dafür steht Kadlec auch. Als Präsident und auch wieder Kassier wirkt er engagiert wie lange nicht. Und mit Werner Porsch und Störchle ist das Dreigestirn von einst fast komplett. Nur handelt es sich bei Letzterem um Simon, und nicht mehr dessen Vater Rainer. Aber das sind Namen, die einfach für alte Größe stehen.