Mit dem Segen des Verbands. Claus Stumpfer über einen neuen Karateverein in Neulengbach.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:58)

Bislang war die Itokai-Kampfkunstschule Platzhirsch unter den Kampfsportvereinen im Raum Neulengbach. Doch dem NÖ Sportverband ist diese „private Firma“ (O-Ton Erhard Kellner), die bei der Wirtschaftskammer gemeldet ist, ein Dorn im Auge. Denn alles, was kein gemeinnütziger Sportverein ist, wird für den offiziellen Verband nie Relevanz erringen können.

Schon länger gibt es daher die Bestrebung, auch in Neulengbach einen verbandstreuen Verein zu etablieren. Kommerzielle Überlegungen sollen dabei keine Rolle spielen. Im Gegenteil: Es gehe einzig um die sportliche Zukunft der Nachwuchsathleten, beteuert der Verband. Schließlich fürchtet man, dass durch Klubs wie die Itokai-Kampfkunstschule Talente für das Nationalteam durch den Rost fallen könnten.

Das Problem ist nämlich, dass die Mitglieder eines kommerziell orientierten Betriebs an keinen offiziellen Wettkämpfen oder Meisterschaften teilnehmen dürfen. Auch die Gürtelprüfungen sind beim offiziellen BSO-Verband nicht anerkannt.

Jugendliche, die davon träumen, in der künftig olympischen Disziplin Karate einmal Gold zu erringen, sind daher bei einem Klub des Verbands besser aufgehoben. In Neulengbach steht ab sofort die Karate-Union Kachikan parat — Segen des NÖ Verbands inklusive!