Mit Hawle tritt ein Großer ab. Über das Ende einer Dynastie im Neulengbacher Fußball.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Juni 2019 (01:27)

Mit Bernd Hawles Rückzug vom Fußball verschwindet ein Name aus den Kaderlisten des SV Neulengbach, der seit den 70er Jahren fast permanent vertreten war. Denn schon Bernds Vater Otto war eine Legende beim Wienerwaldklub. Der heute 60-jährige U-23-Trainer spielte mit über 50 Jahren noch in der Reserve des SVN. In der Kampfmannschaft war er bis weit in seine 40er hinein eine fixe Größe als Abwehrchef.

Ganz so lange hat Bernd nicht durchgehalten. Der Sohnemann hängt mit „nur“ 36 Jahren die Fußballschuhe an den Nagel. Zumindest hofft die sportliche Führung, ihn für die Reserve nochmals gewinnen zu können. Auch sein Vater hat ja mehrmals den Rücktritt vom Rücktritt selbst für die Kampfmannschaft bekannt gegeben.

Ganz gibt man daher im SVN-Vorstand, in dem ja auch Vater Otto sitzt, die Hoffnung nicht auf, dass Bernd in der Kampfmannschaft aushelfen wird, falls Not am Mann ist. Ständige Verletzungen haben ihm nach 19 Jahren beim SVN aber die Lust am Fußball genommen. Zuletzt ist er mit gebrochenem Finger durchs Wienerwald-Stadion getrottet.

Aber nicht nur der Abgang Bernd Hawles trifft die Neulengbacher hart. Da auch Michael Rumpold, Stefan Buchinger, Markus Ruhm und Legionär Jozef Gasparovic aufhören, steht ein größerer Umbruch ins Haus.