Stadtlauf braucht neue Anreize. Über einen Lauf, der in dieser Form keine Zukunft hat.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 18. Juni 2019 (01:47)

Der Neulengbacher Stadtlauf hatte am Donnerstag einen Minusrekord an Teilnehmern zu verzeichnen: Nur 29 Läufer gingen um 19 Uhr an den Start. Dazu gab es noch etliche Staffelläufer, die bei subtropischer Hitze durchs Erholungszentrum huschten. Doch der Aufwand der Organisatoren stand in keiner Relation zur Starterliste. Alle bekannten Lokalmatadore blieben dem Lauf fern.

Dabei gibt es an der Organisation nichts auszusetzen. Die Betreuung durch den ATSV Schönfeld war exzellent. Mit Bananen, Wassermelonen und Getränken wurden die Läufer versorgt. Doch Zukunft hat der Stadtlauf in dieser Form keine!

Eine Verlegung der Strecke könnte Abhilfe schaffen. Ein gutes Beispiel bietet der Adventlauf in Klosterneuburg. Jahrelang wurde er bei immer weniger Interesse der Läufer auf der Bundesstraße mit Start und Ziel auf einem unattraktiven Parkplatz abgehalten. Als man den Lauf aber ins Ortszentrum verlegt hat, stieg die Popularität rasant. Mittlerweile zählt er zu den beliebtesten Läufen.

Gut möglich, dass eine Verlegung des Neulengbacher Stadtlaufs ins Ortszentrum, mit einem Abstecher hinauf zur Burg, gekoppelt mit einem Feiertagstermin wie Fronleichnam die Mühen der Veranstalter tatsächlich mit vielen zufriedenen Teilnehmern belohnen würde.