Viel erhofft, nichts geliefert. Über Neulengbachs Bundesligastart.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 20. August 2019 (01:20)

Zurück unter die Top Drei, mittelfristig wieder um den Titel mitmischen: Neulengbachs Ambitionen nach zwei vierten Plätzen en suite waren klar formuliert. Und haben schon in Runde eins einen Dämpfer erhalten. Wer in der Frauen-Bundesliga auf‘s Stockerl will, kann sich ein 0:4 gegen einen direkten Konkurrenten nicht leisten. Als es drauf ankam, hat die Truppe nicht geliefert – und verdient verloren. Daraus gilt‘s die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch wenn die erste Enttäuschung tief sitzt.

Weder Pressing noch Gegenpressing funktionierte, weder Dominanz noch Vollgas-Fußball waren über weite Strecken zu sehen. Jedenfalls nicht von den Neulengbacherinnen. Sturm Graz wirkte frischer – mental wie auch physisch. Trotz oder vielleicht gerade wegen der drei internationalen Härtetests in der Champions-League-Qualifikation. Unterm Strich kassierte der SV Neulengbach eine verdiente Niederlage. Trainer Mario Graf wollte denn auch nicht nach Ausreden suchen. Analysieren, abhaken und schon in Innsbruck ein anderes Gesicht zeigen – so lautet die Devise.

Ein Spiel kann nicht über den Haufen werfen, was man sich in den letzten Monaten erarbeitet hat. Qualität hat die Truppe allemal. Ob sie auch reif genug ist, um vorne mitzuspielen, muss sie erst beweisen.