Vizemeistertitel kein Ruhekissen. Über die harte Qualifikation im Olympischen Sportklettern.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 30. September 2020 (00:43)

Seit das IOC vor vier Jahren beschlossen hat, dass das Klettern Olympisch wird, träumt der Eichgrabner Georg Parma von der Teilnahme in Tokio. Und die ist durchaus realistisch!

Bei nationalen Wettkämpfen in den Jugendklassen dominierte der Naturfreunde-Athlet seit 2012 in Österreich sowohl im Vorstiegsklettern als auch im Bouldern. In der allgemeinen Klasse der Herren ist der nunmehr 23-Jährige seit 2013 regelmäßig bei Ösi-Meisterschaften und im Austria-Cup am Podium vertreten. Gold und damit den Staatsmeistertitel errang er im Jahr 2015 im Vorstieg sowie im Jahr 2018 im Bouldern.

Am Wochenende gab es für ihn nun in Abwesenheit von Österreichs bereits für Tokio qualifizierter Kletterlegende Jakob Schubert in der Olympischen Kombination den Vizemeistertitel. Da aber nur zwei Herren die Reise nach Tokio antreten dürfen, kann Platz zwei für Parma, der in der Vorsaison an einer Verletzung laboriert hat, zu wenig sein. Mit dem neuen Staatsmeister Stefan Scherz aus Neunkirchen ist ihm ein neuer Hauptgegner erwachsen.

Parma kann darauf verweisen, dass er in der heuer wegen Covid-19 initiierten und hochklassig besetzten Austrian Series hinter Schubert Rang zwei belegt hat. Doch der erst 19-jährige Scherz hat Parma am Wochenende den Fehdehandschuh hingeworfen. Kein Scherz!